Leben retten

In Berlin kommt es jährlich bei ca. 1500 Menschen zu Wiederbelebungsversuchen durch den Rettungsdienst. Nur bei einem Drittel dieser Fälle ergreifen Helfer vor Ort die Initiative und beginnen schon vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit der Wiederbelebung.

Die beste Überlebenschance für einen Menschen mit Herzstillstand ist der Beginn der sofortigen Herzmassage. Wenn eine Beatmung des Betroffenen möglich ist, dann sollten Sie diese nicht vergessen.

Der frühzeitige Einsatz eines Automatischen Externen Defibrillators (AED) kann erheblich zum Erfolg einer Wiederbelebung beitragen. Setzen Sie einen AED ein, wenn ein solcher verfügbar ist. Informationen zu Standorten von Defibrillatoren in Ihrer Nähe finden Sie hier: www.berlin-schockt.de

Sie können keine Fehler bei der Wiederbelebung machen, sie können nur Leben retten!

Im Folgenden wird der Ablauf der Wiederbelebung in einzelnen Schritten dargestellt.

Sprechen Sie die Person an.
Überstrecken Sie den Kopf der Person.
Überprüfen Sie, ob eine Atmung vorhanden ist.
Rufen Sie den Rettungsdienst.

Zeigt der Betroffene keine Reaktion, handeln Sie wie folgt:

Wenn der Betroffene atmet, bringen Sie ihn in die Seitenlage und prüfen fortlaufend, ob die Atmung noch vorhanden ist.
Hat der Betroffene keine Atmung, drücken Sie mit beiden Händen auf die Mitte des Brustbeins und drücken Sie es ca. 5cm in Richtung Boden
Drücken Sie 30x auf das Brustbein des Betroffenen ca. 5 cm tief in Richtung Fußboden. Drücken Sie in der Frequenz von 100x pro Minute.
Überstrecken Sie den Kopf des Betroffenen, halten Sie dessen Nase zu und beatmen Sie zweimal über den Mund. Beobachten Sie dabei, ob sich der Brustkorb anhebt.
Setzen Sie danach die Herzdruckmassage fort und drücken sie 30 x auf den Brustkorb des Betroffenen

Wiederholen Sie diesen Ablauf bis der Rettungsdienst eintrifft.

Zahlreiche AEDs sind öffentlich zugänglich. Die Geräte führen Sie per Sprachausgabe durch die Wiederbelebung. Folgen Sie einfach den Anweisungen des Geräts. Sie können nichts falsch machen.
Wenn Sie vom Defibrillator zur sog. Schockabgabe aufgefordert werden, dann warnen Sie alle anderen Helfer, bevor sie den „Schock“ auslösen. Danach soll die Wiederbelebung sofort fortgesetzt werden.

Abbildungen: © European Resuscitation Council