Rauchwarnmelder

Brandtote sind Rauchtote

Täglich verunglücken in Deutschland durchschnittlich zwei Menschen tödlich durch ein Feuer. Meistens in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit der Betroffenen stirbt an einer Rauchvergiftung, denn schon das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch kann tödlich sein. Zwei Drittel aller Brandopfer wurden nachts im Schlaf überrascht. Denn Rauch ist schneller als Feuer - und lautlos.

Rauchwarnmelder als Lebensretter

Der laute Alarm des Rauchwarnmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.

Wie funktionieren Rauchwarnmelder?

Die Geräte unterschiedlicher Hersteller arbeiten grundsätzlich nach gleichen oder ähnlichen Methoden. Die Rauchwarnmelder verfügen über eine Messkammer, in der in bestimmten Intervallen kurzzeitig eine Lichtquelle eingeschaltet wird. Treten Rauchpartikel in diese Messkammer ein, aktiviert das dabei entstehende Streulicht eine Fotozelle. Diese löst die Alarmierungseinrichtung aus und warnt durch einen lauten Signalton. Zigarettenrauch und brennende Kerzen lösen aufgrund der sensiblen Sensoren eines geprüften Rauchmelders in der Regel keinen Alarm aus.

Aufbau und Funktion eines Rauchmelders

Wo braucht man Rauchwarnmelder?

In Privathaushalten ist ein Rauchwarnmelder in einem zentral gelegenen Raum wie z.B. im Flur anzubringen. An der Schnittstelle zwischen Wohn- und Schlafbereich werden somit auch Schlafende durch den Signalton auf eine drohende Gefahr aufmerksam gemacht.

In mehrstöckigen Wohnhäusern empfiehlt es sich, in jedem Stockwerk mindestens einen Rauchwarnmelder vor dem Schlafbereich zu montieren. Darüber hinaus sind vor allem Kinderzimmer durch ein zusätzliches Gerät zu schützen. Küche und Bad sollten ausgenommen werden, da Wasserdämpfe zu Fehlalarmen führen können. In kleinen Appartments mit einem Schlaf-/Wohnraum installieren Sie einen Rauchwarnmelder in der Nähe Ihres Schlafplatzes an der Decke.

Sichern Sie Ihre Kinder und sich mit Geräten, die man untereinander vernetzen kann. Löst ein Funkrauchwarnmelder den Alarm aus, ertönt das Warnsignal auch über alle anderen Geräte. Rauchwarnmelder sind an der Decke in der Mitte des jeweiligen Raumes anzubringen. Dort können die Geräte im Fall eines Feuers eine optimale Frühwarnung gewährleisten. 

Als Mindestschutz sollte wenigstens ein Rauchwarnmelder pro Wohnung an zentraler Position montiert werden. Für mehrstöckige Häuser oder Wohnungen gilt ebenfalls als Mindestschutz ein Rauchwarnmelder pro Etage und Wohnung, jedoch ist auch im Keller und auf dem Dachboden eine Installation sinnvoll, da sich hier sehr oft unbeobachtete Brände entwickeln.

Mögliche Anbringungsorte für Rauchmelder

Wie montiert man Rauchwarnmelder?

Befestigung eines Rauchmelders an der Decke

In aller Regel müssen die Rauchwarnmelder nur mit zwei kleinen Schrauben in die Decke geschraubt werden, bzw. es wird eine kleine Grundplatte an der Decke befestigt, in der ein Rauchwarnmelder arretiert wird. Also einfach an die Decke schrauben und fertig.

Wartung von Rauchwarnmeldern

Muss die Inspektion und Wartung der Rauchwarnmelder von einem Fachmann durchgeführt werden oder kann ich das selbst machen?
Allgemein anerkannte Regel der Technik ist, dass die Inspektion und Wartung von Rauchwarnmeldern durch den Wohnungsnutzer, den Vermieter oder durch einen beauftragten Dienstleister vor Ort durchgeführt wird. In jedem Fall sind bei der Inspektion und Wartung die Herstellerangaben zu berücksichtigen. Die Beauftragung eines Dienstleisters mit Kompetenznachweis für die Durchführung von Inspektion und Wartung von Rauchwarnmeldern ist eine Empfehlung der Norm DIN 14676, Abschnitt 7. Eine Anwendungspflicht dieser Empfehlung kann sich aus Rechts- oder Verwaltungsvorschriften, Verträgen oder sonstigen Rechtsgrundlagen, z. B. Eigentümerbeschluss, ergeben.

Tipps der Feuerwehr zum Kauf von Rauchwarnmeldern

  • Der Rauchwarnmelder sollte durch Anschrauben zu befestigen sein.
  • Die mitgelieferte Batterie sollte eine Gebrauchsdauer von 10 Jahren oder mehr aufweisen. Hinweis dazu auf der Verpackung.
  • Empfehlenswert sind Rauchwarnmelder mit Funkausstattung, ggf. auch als Nachrüstsatz, damit auch Alarme in einem Haus oder einer Wohnung drahtlos an alle Melder oder eine Melderzentrale weiter gemeldet werden.

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