25. Mai 2016 - Aus- und Fortbildung, Menschen

Berliner Feuerwehrleute im internationalen Austausch

Brandmeister Marvin Ebrahim bei der Feuerwehr in Griechenland 

Im Jahr 2016 erhalten die Verwaltungen Berlins im Rahmen eines Austauschprogramms für Verwaltungsmitarbeiter, kurz Hospitationsprogramm genannt, finanzielle Mittel zur Unterstützung der Durchführung für das Vorhaben „Wissenstransfer“. Durch die Hospitationsprogramme mit Finanzierung des Landes Berlin soll zum einen die bereits begonnene Vernetzung von Arbeitseinheiten mit ihren entsprechenden Partnern in anderen Staaten verstärkt und somit der Aufbau nachhaltiger und stabiler Partnerschaften ermöglicht werden. Zum anderen soll Wissen über die Arbeitsweise und Problemlösungen in anderen Ländern in die jeweiligen Berliner Verwaltungen transferiert werden. 
In diesem Hospitationsprogramm ist der Berliner Feuerwehrmann Marvin Ebrahim für 6 Wochen bei der Feuerwehr in Thessaloniki. Wir wollen den Feuerwehrmann über seine bisherigen Erfahrungen befragen.

Marvin, bist du gut angekommen bei den griechischen Kollegen?

Ja, ich bin bei einer gut vorbereiten Feuerwehr angekommen. Die Begrüßung war sehr herzlich und persönlich von der Führung bis zum Feuerwehrmann. Alle sind freundlich, hilfsbereit und interessiert am Hospitationsprogramm.

Was ist dein erster Eindruck von der Feuerwehr in Griechenland und wo liegen die größten Unterschiede zur Berliner Feuerwehr?

Der erste Eindruck den ich gewonnen habe ist sehr positiv. Unterschiede zur Berliner Feuerwehr gibt es einige. So sind hier Rettungsdienst und Feuerwehr zwei getrennte Systeme. De Besoldung ist auf nationaler Ebene geregelt, das heißt Feuerwehrleute mit gleichen Dienstgrad verdienen überall in Griechenland das gleiche. Auch die Dienstplanung funktioniert anderes. Rufbereitschaften wie bei uns gibt es nicht aber bei Großeinsätzen wird man angefragt. Die Wasserversorgung muss hauptsächlich aus dem Fahrzeugtank bewerkstelligt werden da es kaum Hydranten gibt. Das Equipment ist im Allgemeinen ein bisschen älter, aber die Kollegen machen das Beste draus.

Gibt es schon Erfahrungen die du in deine Arbeit in Berlin einfließen lassen wirst?  

Auf jeden Fall gibt es die. So z.B. bei einem Brand mit weniger Wasser, bzw. Schaum einen Brand zu löschen. Außerdem gibt es hier interessante Kleineinsatzfahrzeuge die ich mir auch für Berlin gut vorstellen könnte.

Wie lange bleibst du noch in Griechenland und was sind die weiteren Stationen?

Ich bleibe noch bis Ende Mai hier. Die nächste Station ist Athen. Dort werde ich das Hauptquartier der Feuerwehr und einige Feuerwachen besuchen.

Hast du denn auch ein wenig Zeit das Land und die Leute kennenzulernen?

Es besteht natürlich die Möglichkeit, zwischen den Diensten, dass Land und die Menschen kennenzulernen. Ich hatte z.B. ein sehr schönes Osterfest mit den Feuerwehrkollegen und deren Familien.

Marvin, danke für den Einblick in dieses auswärtige Praktikum. Wir wünschen Dir noch viel spannende Einsätze und eine gute Zeit bei unseren griechischen Kollegen.

Danke. Abschließend möchte ich noch einen besonderen Dank an meine Feuerwache Wilmersdorf und die 4. Wachabteilung richten, die mir für die Zeit der Hospitation den Rücken freigehalten haben.

BM Ebrahim (3. v. l.) und die Wachmannschaft
Wachemblem Thessaloniki
Feuerwache Thessaloniki

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