26. Oktober 2016 - Taktik

Mehrtägige Stabsübung

Wie reagieren und agieren Katastrophenschutz-Behörden im Falle einer Naturkatastrophe oder eines Terroranschlages? Wie geht man mit einer großen Zahl von Verletzen um, die versorgt und transportiert werden sollen. Wie mit Betroffenen, die Betreuung benötigen? Wie und in welcher Form werden Informationen und Hinweise für Medien und Anwohner bereitgestellt? Und nicht zuletzt, wie werden die zahlreichen Einsatzkräfte und Einsatzmittel geführt und versorgt?

Solche Szenarien werden regelmäßig bei der Berliner Feuerwehr durchgespielt. So auch vom 17. bis 21. Oktober 2016 im Stabsraum der Berliner Feuerwehr bei einer mehrtägigen Übung unter Leitung der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ). Das Trainer- und Übungsleiterteam reiste mit acht Personen aus Ahrweiler an. Die insgesamt 20 Teilnehmer des Stabs aus den Reihen der Berliner Feuerwehr und den Fachberatern von Landespolizei, THW, Bundeswehr, Hilfsorganisationen sowie der Senatsverwaltung für Inneres und Sport wurden mit mehreren gleichzeitigen Großschadens-Szenarien konfrontiert. Der Umstand, dass ein Samstag mit mehreren Großveranstaltungen im Berliner Stadtgebiet als Grundlage der Simulation diente, stellt die Übungsteilnehmer vor weitere Herausforderungen. Um alle Facetten der Stabsarbeit und die entsprechenden Entscheidungsoptionen zu üben mündete der Übungsverlauf schließlich in den Ausruf des Katastrophenfalles.

Am Ende fiel die Auswertung der Übung sowohl bei den Übungsteilnehmern als auch bei den Experten des Trainerteams positiv aus. In einigen Punkten konnten Verbesserungspotentiale erkannt werden, die nun in den folgenden Wochen in die Konzepte der Berliner Feuerwehr eingearbeitet werden.

Das Training der Stabsmitarbeiter hat sich bewährt und soll auch in Zukunft weiter regelmäßig durchgeführt werden. Insgesamt sehen sich die Übungsteilnehmer für die Bewältigung von außergewöhnlichen Schadenslagen, gerade durch diese regelmäßigen Trainings, gut gewappnet.

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