08. Februar 2016 - Panorama

Neue Feuerwehr-Laufbahnverordnung (FwLVO)

Am 29.01.2016 ist die neue FwLVO in Kraft getreten. Mit der Neufassung werden insbesondere die Zugangsmöglichkeiten zum mittleren feuerwehrtechnischen Dienst erweitert, die Attraktivität durch Verkürzung der Vorbereitungsdienste erhöht und die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Laufbahnen verbessert. Zudem dient sie der weiteren Qualitätserhöhung der Patientenbetreuung durch Ausbildung und Einsatz von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern. Nachfolgend werden einige wesentliche Änderungen in Kurzform dargestellt:

  • Der Vorbereitungsdienst im mittleren Dienst wird für Bewerberinnen und Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung („Classic“) von 2 auf 1,5 Jahre verkürzt.
  • Der Vorbereitungsdienst im gehobenen Dienst wird von drei auf zwei Jahre reduziert.
  • Schulabgänger mit mittlerem Schulabschluss können ins Beamtenverhältnis berufen werden und zwischen einem drei Jahre andauernden Vorbereitungsdienst und einem „höchstens vier“ Jahre andauernden Vorbereitungsdienst wählen. Der drei Jahre andauernde Vorbereitungsdienst beinhaltet eine 1,5 Jahre dauernde handwerklich technische Grundqualifizierung und eine ebenso lange feuerwehrtechnische Ausbildung („Direkt“). Der höchstens vier Jahre andauernde Vorbereitungsdienst beinhaltet die 3-jährige Ausbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter („Medic“).
  • Die Altersgrenze für die Einstellung in den mittleren Dienst wird vom vollendeten 31. auf das vollendeten 36. Lebensjahr, für Einstellungen in den höheren Dienst vom vollendeten 36. auf das vollendete 40. Lebensjahr angehoben.
  • Das Mindestalter für den Auf-stieg nach § 15 FwLVO wurde durch Mindestzeiten der Berufserfahrung ersetzt.
  • Aufstiegsbeamtinnen und Aufstiegsbeamte mit Hochschulabschluss können nach erfolgreichem Abschluss des Aufstiegsverfahrens unmittelbar zu Brandoberinspektorinnen bzw. zu Brandoberinspektoren ernannt werden. Gleiches gilt für Beamtinnen und Beamte, die während des Aufstiegs bereits das Amt einer bzw. eines HBMZ innehaben.
  • Für Aufstiegsbeamtinnen und Aufstiegsbeamte entfällt die Ableistung einer Erprobungszeit.
  • Mit der Neufassung der FwLVO wurde nunmehr die Möglichkeit geschaffen, auch eingeschränkt feuerwehrdienstfähige Dienstkräfte aus dem rückwärtigen Bereich für den Aufstieg zuzulassen.
  • Die Beförderung zur/zum HBM oder zur/zum HBMZ kann von der Verwendung auf Dienstposten verschiedener Fachgebiete oder Aufgabengebiete abhängig gemacht werden.
  • Das Einstiegsamt für die Einstellungen von Ärztinnen und Ärzten im Laufbahnzweig Ärztlicher Dienst wurde bei Polizei und Feuerwehr angeglichen (A 14).

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