20. Juni 2016 - Menschen

Wir stellen vor: Die neue Leiterin des Zentralen Service

Seit 1. Juni wird der erst neu geschaffene Bereich Zentraler Service von einer neuen Führungskraft in unserer Behörde geleitet. Wir möchten Ihnen die Person hinter dem Stellenzeichen ZS L vorstellen und sie gleichzeitig willkommen heißen bei der Berliner Feuerwehr.

Frau Anke Schmidt, herzlich willkommen bei der Berliner Feuerwehr. Erzählen Sie uns ein wenig über Ihre Person und zu Ihrem bisherigen Werdegang.

Vielen Dank für die offene und freundliche Aufnahme in die Reihen der Berliner Feuerwehr und die Möglichkeit, mich Ihnen vorzustellen. Ich bin 48 Jahre alt, verheiratet und habe eine erwachsene Tochter. Aufgewachsen bin ich in Sachsen-Anhalt. Mein Studium habe ich in Leipzig während der Wende absolviert. In dieser Zeit konnte ich meine ersten Erfahrungen mit großen Umbruchphasen gewinnen. 1994 habe ich das Studium als Diplom-Volkswirtin abgeschlossen und konnte gleich anschließend ein Referendariat im Land Berlin beginnen.  In meiner ersten festen Anstellung im Jahr 2000 habe ich als Controllerin im LABO (früher LEA) das für mich wichtigste Handwerk gelernt - die Steuerung über Ziele und Kennzahlen.  Seit 2005 war ich in der Innenverwaltung tätig u. a. als Fachaufsicht über das Amt für Statistik, als Koordinierungsstelle der bezirklichen Ämter für Bürgerdienste und der Ordnungsämter und als Leiterin des Internen Service. Führungserfahrungen konnte ich als Gruppenleiterin und Stellvertretende Referatsleiterin in mehreren Bereichen gewinnen. Ich nehme neue Herausforderungen gern an. Ganzheitliche Steuerung und kontinuierliches Controlling haben mir geholfen, das Verwaltungschaos hin und wieder zu strukturieren.

Wie hat es Sie nun zur Berliner Feuerwehr verschlagen?

Es gibt  in der Berliner Verwaltung nicht mehr viele Behörden, die über ein positives Image verfügen. Ich bin zur Berliner Feuerwehr gewechselt, weil ich dringend eine Behörde suche, mit der ich mich wieder persönlich identifizieren kann. Außerdem warten hier viele komplexe Themen (wie z.B. NotSan, LRW, Stemo), die mit innovativen Ideen und systematischen Herangehen etwas befördert werden können. Als Volkswirtin finde ich es spannend, diese Themen in ihrer Gesamtheit zu betrachten und zu lösen. Ich sehe bei der Berliner Feuerwehr viele positive Vorzeichen für eine moderne und zukunftsweisende Behörde.

Nun haben Sie den ja recht neuen Bereich Zentraler Service übernommen. Gefällt Ihnen was da entstanden ist?

Natürlich gefällt mir der neue Organisationszuschnitt einer zentralen Serviceeinheit. Dazu muss ich sagen, dass ich in den letzten Jahren versucht habe, dezentral eigenständig agierende Organisationseinheiten (alle Bürger- und Ordnungsämter in 12 Bezirken) zu koordinieren. Nach diesen kräftezehrenden Erfahrungen freue ich mich natürlich über gebündelte Kompetenzen und einheitliches Vorgehen. Dezentrale  Verantwortungsbereiche können zwar bedarfsspezifischen Ressourceneinsatz fördern. In Berlin führte dieser Verwaltungsreformansatz oft zu unabgestimmten und ineffizienten Handeln. Die wachsenden Herausforderungen an die Berliner Verwaltung erfordern aber zunehmend globale und vernetzte Antworten. Mit dem Aufbau eines zentralen Service für die Berliner Feuerwehr bestehen meines Erachtens gute Voraussetzungen, die oft als hinderlich angesehenen internen Verwaltungsprozesse zu optimieren und zu standardisieren. Dies ist aber noch ein langer Weg für den neuen Bereich ZS.

Wo sehen Sie die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in nächster Zeit?

An eine zentrale Serviceeinheit bestehen viele Erwartungen. Es gilt jetzt, den Spagat hinzubekommen zwischen bedarfsorientiertem individuellem Service für die Direktionen und standardisierten automatisierten Prozessen. Besonderes Augenmerk werde ich deshalb auf die weitere zielgerichtete Ausgestaltung der neuen Organisationseinheit, die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und die Standardisierung interner Verwaltungsprozesse  legen. Ansonsten stelle ich mich natürlich allen aktuellen großen und kleinen Problemen. Um aber wirklich einen hilfreichen Beitrag leisten zu können, muss ich zunächst die Berliner Feuerwehr erstmal kennenlernen. Das wird keine einfache Aufgabe und ich werde auf jede Unterstützung angewiesen sein. Die ersten Wochen haben mir gezeigt, dass ich hier auf hochmotivierte und engagierte Kollegen und Kolleginnen treffe, die ihr Handwerk verstehen. Ich freue mich sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit. 

Einige „Quereinsteiger“ in unsere Behörde haben auch mal eine Schicht auf einer Feuerwache mitgemacht um zu erfahren wie die eigentliche Arbeit der Behörde so auszieht. Haben Sie auch solche Pläne?

Ich bin in die Berliner Feuerwehr gewechselt ohne jemals zuvor praktische Erfahrungen mit dieser Institution gemacht zu haben. Das war sehr mutig. Die Tätigkeit hier weicht vom Alltag in anderen Berliner Verwaltungen erheblich ab. Das betrifft Abkürzungen, aber insbesondere auch taktische feuerwehrtechnische Planungen. Natürlich versuche ich jetzt so schnell wie möglich, dieses Wissen aufzuholen. Ich habe letzte Woche die Leitstelle besucht und mein Respekt vor der Arbeit der Berliner Feuerwehr ist bereits gewachsen. Der Besuch einer Feuerwache wird folgen und ich hoffe sehr, dass ich den Einsatzkräften auf dem RTW und dem LHF nicht allzu sehr im Weg stehe.  

Frau Schmidt, wir wünschen Ihnen viel Erfolg und ein gutes Händchen bei der Leitung des Zentralen Service.

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