Hinweis: Ihr Browser kann die Seite nicht optimal darstellen. Weitere Informationen.
Logo der Berliner Feuerwehr
Feuerwehr-Leitstelle
Sie befinden sich hier:   Standorte  /  Leitstelle  

Allgemeines

Im Hause der Berliner Feuerwehr gab es schon längere Zeit Bestrebungen, die alte Feuerwehrleitstelle zu ersetzen. Die Feuerwehrleitstelle wurde nach der Teilung Berlins für den Westteil mit den damaligen Einsatzzahlen konzipiert. Schon Ende der achtziger Jahre war sie den gestiegenen Einsatzzahlen nicht mehr gewachsen. Im Jahre 1989 war die Planung für eine neue Feuerwehrleitstelle, die im damaligen Direktionsgebäude entstehen sollte, fertig.

 

Doch durch die Wende wurde die Realisierung der Leitstelle durch andere Probleme in den Hintergrund gedrängt. So war die Zusammenführung beider Feuerwehren vorrangiges Ziel. Allerdings wurde parallel dazu eine neue, umfangreichere Planung für eine Leitstelle erstellt, die das Ziel hatte, das Einsatzaufkommen von Gesamtberlin bewältigen zu können. So wurde im Jahre 1995 dem Bauantrag der Berliner Feuerwehr stattgegeben und beschlossen, bis zum Jahre 1999/2000 eine neue Feuerwehrleitstelle für ganz Berlin zu errichten. Die Inbetriebnahme konnte im September 2000 erfolgen.

Es wurde eine moderne Informations- und Kommunikationstechnik eingesetzt. Dadurch wurde die Effizienz der Berliner Feuerwehr im Hinblick auf das steigende Tätigkeitsfeld gesteigert. Dies ließ sich aber nur durch schnellere, umfangreiche und aktuelle Informationen bewältigen.

Das Projekt IGNIS

Gebäude der Feuerwehrleitstelle

Das Projekt IGNIS (lat. Feuer) sah nicht nur den Bau eines neuen Leitstellengebäudes mit allen erforderlichen Sozialeinrichtungen vor, sondern auch die Erstellung vollständig neuer Informations-, Kommunikations- und Alarmierungstechnik sowie Berichts- und Abrechnungssysteme. Diese neue Technik wirkt sich nicht nur im Leitstellenbereich, sondern bis hin zu den einzelnen Feuerwehrstandorten aus. Mit der Inbetriebnahme des neuen Gebäudes und der neuen Technik wurde die alte Leitstelle komplett außer Betrieb genommen.

Neben der neuen FwLts gibt es eine Ausweichleitstelle und 3 regionale Führungsstellen. Diese Führungsstellen sowie alle Dienstgebäude der Fw (incl. FF und NAW-Stützpunkte) sind über ein Datennetz miteinander verbunden. Dazu wurde jedes anzuschließende Dienstgebäude mit einen sog. Wachrechner ausgerüstet.

 

 

 

 

Leitstelle

Leitstellenraum

Insgesamt wurden in der Leitstelle 45 multifunktionale Arbeitsplätze eingerichtet, 9 davon auf einer Galerie für Schulungszwecke und die Bearbeitung besonderer Lagen. Alle Arbeitsplätze sind für die Einsatzbearbeitung jeweils mit einer Workstation mit Tastatur und Maus sowie zwei 21 Zoll Monitoren ausgestattet. Während der erste Monitor der Einsatzbearbeitung dient, kann auf dem zweiten Monitor über ein grafisches Informationssystems (GIS) ein Stadtplanausschnitt des betr. Einsatzortes angezeigt werden. Beide Monitore werden von nur einer Tastatur-Maus-Garnitur gesteuert.

Des weiteren ist jeder Arbeitsplatz über einen im Tischaufbau integrierten Flachbildschirm mit einer Funk-Draht-Vermittlungsanlage (FDV) verbunden. Da der Flachbildschirm als Touchscreen ausgeführt ist, kann hier auf eine zusätzliche Tastatur-Maus-Garnitur verzichtet werden. (Der Anschluß von Tastatur und Maus ist für die Rückfallebene aber möglich). Die FDV dient der Abfrage des Notrufes sowie der Abwicklung des Funkverkehrs im 4-Meter Band.

 

Da die Arbeitsplätze der FDV mit den Workstations der Einsatzbearbeitung verbunden sind, ist es möglich, die meisten Anwendungen (z.B. Entgegennahme von Notrufen) über Tastatur bzw. Maus vom Bildschirm der Einsatzbearbeitung zu steuern.

Bei Ausfall des Einsatzleitrechners übernimmt ein Rückfallrechner dessen Aufgaben. Für den Arbeitsplatz ergeben sich keinerlei Einschränkungen. Fällt auch dieser Rechner aus, oder ist der FDDI-Ring gestört, kann über ein zusätzliches Ethernet auf einem Notserver weitergearbeitet werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bei Ausfall der gesamten Datenverarbeitung, den Flachbildschirm der FDV zur Steuerung der zentralen Alarmierungsanlage zu nutzen (dann mit Maus und Tastatur).

nach oben

Ausweichleitstelle

AusweichleitstelleDie Ausweichleitstelle ist vollständig in das digitale Leitungsnetz der Berliner Feuerwehr integriert und wurde mit einem sog. Abschnittsrechner, 15 Arbeitsplätzen, einer TK-Anlage und einer gedoppelten FDV-Anlage sowie stationären Funkgeräten ausgerüstet. Der Abschnittsrechner kann bei Ausfall des Einsatzleitrechners (ELR) der Leitstelle dessen Aufgaben übernehmen. Er ist mit dem ELR verbunden und wird von dort auf dem aktuellen Stand gehalten. Die Arbeitsplätze sind mit denen der Leitstelle völlig identisch. Sie können binnen kürzester Zeit aktiviert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Regionale Führungsstellen

Für den Aufbau einer dezentralen Führung, z.B. bei Großschadenslagen, sind an drei verschiedenen Standorten regionale Führungsstellen eingerichtet. Sie sind voll in das digitale Leitungsnetz der Berliner Feuerwehr integriert und mit je einem Abschnittsrechner, fünf DV-Arbeitsplätzen und je zwei stationären Funkgeräten ausgerüstet. Für den Fernsprechbetrieb erhielten sie Nebenstellen der in den Standorten vorhandenen TK-Anlagen. Eine Funk-Draht-Vermittlungsanlage bzw. ein Zugriff auf die in der Leitstelle ist nicht vorhanden. Die Abschnittsrechner sind mit dem Einsatzleitrechner der Leitstelle verbunden.

nach oben