ELW 3

Zu größeren Schadensstellen rückt der ELW 3, zusammen mit dem Fermelde-Einsatzwagen als Versorgungsfahrzeug, als Sitz der Technischen Einsatzleitung (TEL) aus.

Direkt hinter dem Fahrerplatz befindet sich im vorderen Bereich des Fahrzeuges der Funkraum mit vier Funkarbeitsplätzen, einem Arbeitsplatz für den leitenden Notarzt sowie den Technikschränken für die Nachrichtentechnik. Der Platz des Leitenden Notarzt kann auch als ein vollwertiger Funkarbeitsplatz genutzt werden.

Als zentrales Kommunikationssystem ist der ELW 3 mit einem Kleinleitstellensystem ausgerüstet. Dieses System vereinigt alle Draht- und Funkkommunikationswege in einem System. Das bedeutet, dass für die Bedienung aller Funkbetriebskanäle und sonstiger Kommunikationswege (ZB/OB, D-Netz, E-Netz, So) ein an allen sieben Arbeitsplätzen befindlicher Touchscreen genutzt wird. Das Kleinleitstellensystem ist mit einem Sprachaufzeichnungssystem gekoppelt um eine Gesprächsdokumentation zu gewährleisten.

Weiterhin ist der Bus mit zwei DECT-Anlagen (Analog und ISDN) ausgerüstet. Mit den dazugehörigen schnurlosen Telefonen kann sowohl inner- und außerhalb des ELW 3 telefoniert werden. Es besteht auch eine Kopplung der DECT-Systeme mit dem Kleinleitstellensystem, wodurch eine Vermittlung von Gesprächen untereinander möglich ist. Bei Ausfall des Kleinleitstellensystems kann mit Hilfe der beiden DECT-Systeme auch weiterhin drahtgebundene Kommunikation nach außen stattfinden.

Im Anschluss zu diesem Raum befindet sich durch eine Schiebetür getrennt, der Raum mit dem Arbeitsplatz für den Gruppenführer, der Elektro-Schaltschrank und die bürotechnische Ausstattung.

Nach dem Gruppenführerraum folgt ebenfalls durch eine Schiebetür getrennt der Besprechungsraum für 12 Personen, einem Arbeitsplatz für den Lageführer und entsprechender Medienausstattung.

Als Medientechnik steht ein Plasmabildschirm mit touchsensitiver Oberfläche, ein Fernseher, ein digitaler Videorecorder mit einer digitalen Video- und Fotokamera und eine selbstausrichtende Satellitenanlage zur Verfügung.

Als festnetzunabhängige Stromversorgung besitzt der ELW 3 eine unabhängige Stromversorgung (USV) mit einer Autonomiezeit von 3 Stunden bei Volllastbetrieb. Weiterhin ist er mit einem 20 KVA-Generator ausgerüstet, welcher im Normalfall die komplette Systemtechnik und Klimatechnik speist. Unabhängig davon kann der ELW 3 auch durch eine Fremdeinspeisung (Generator oder Festnetz) versorgt werden. Um auch einen Betrieb beim Ausfall der Hauptsysteme zu sichern, stehen für die Rückfallebene unabhängige Funksprechstellen und GSM-Telefone mit Faxfunktion zur Verfügung.

Zur Warnung der Bevölkerung ist der Bus mit einem 360° Rundspruchsystem ausgestattet.

Der ELW 3 ist mit einem Client/Server-Netzwerk ausgestattet, an dem mehrere Notebooks als Arbeitsplätze angeschlossen sind. Die Notebooks sind mit unterschiedlicher Software in Abhängigkeit der Arbeitsplatzfunktion ausgestattet. Es werden diverse Programme wie Gefahrstoffdatenbanken, Einsatzdokumentationssoftware, Geo-FES, Kartenmaterial und natürlich auch Office-Software vorgehalten. Innerhalb des Netzwerks steht ein Scanner, ein DIN A 3 Farbdrucker und ein Faxanschluss zur Verfügung. Es besteht außerdem die Möglichkeit die Bildschirmoberfläche eines DV-Arbeitsplatzes auf dem Plasmabildschirm im Konferenzraum darzustellen.