Fahrzeuge von 1650 bis 1904

Handdruckspritze aus 1650

Handdruckspritze aus 1650

Handdruckspritze mit festmontierten Strahlrohr, ohne Zu- und Abgänge für Schläuche. Der Hersteller ist unbekannt. Die Spritze wurde von zwei Pferden gezogen und war mit einem Feuerwehrmann besetzt.

Handdruckspritze aus 1797

Handdruckspritze aus 1797

Handdruckspritze ohne Saugvorrichtung. Der Hersteller ist die Firma Johann Jakob Schmidt aus Berlin. Im Einsatz wurden 6 Feuerwehrmänner zum Pumpen benötigt.

Handdruckspritze aus 1884

Handdruckspritze aus 1884

Der Hersteller ist unbekannt. Die Spritze wurde 1910 eingesetzt. Die Handdruckspritze wurde von 2 Pferden gezogen und war mit 1 Kutscher und 1 Oberfeuerwehrmann besetzt.

Handdruckspritze aus 1891

Handdruckspritze aus 1891

Der Hersteller ist die Firma Feuerlöschmaschinen-Fabrik Justus Christian Braun aus Nürnberg. Die Spritze stammt aus Deinschwang (92283 Lauterhofen) ca. 50 km von Nürnberg. Das Gespann wurde von 2 Pferden gezogen.

Besatzung: 1 Kutscher, 1 Oberfeuerwehrmann.

Verwendung bis 1910.

Drehturmleiter aus 1900

Pferdebezogene Drehturmleiter aus 1900

Um Mensch und Tier aus Gebäuden noch besser retten zu können, wurden bereits ab 1808 Überlegungen und Versuche gemacht, eine Leiter mobil und drehbar zu konstruieren. Nach mehreren patentierten Leitern verschiedener Hersteller entschied man sich in Berlin ab 1900 zum Kauf von 14 Drehturmleitern des Kölner Herstellers August Hoenig.

Ein letzteres Exemplar dieser Drehturmleiter besitzt heute die Berliner Feuerwehr als Museumsfahrzeug.

Technische Daten:
Hersteller: August Hoenig, Köln
Baujahr: 1900
Typ/Modell: G Nr. 338
System: Fritz Hoenig
Steighöhe: ca. 24 m

Dampfdruckspritze aus 1904

Dampfdruckspritze aus 1904

Um eine höhere Pumpenleistung zu erreichen, wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts kohlebefeuerte Dampfdruckspritzen beschafft. Die Maschinisten hatten hierzu ein Praktikum auf einer Dampflok der Eisenbahn zu absolvieren. Um die Anheizphase zu überbrücken wurde Wasser in der ersten Einsatzphase mit Kohlensäure gefördert. Zunächst wurden Dampfspritzen von Pferden gezogen, später durch Automobile befördert. In der Sammlung des Feuerwehrmuseums findet sich heute eine pferdebespannte Dampfspritze von der Lausitzer Maschinenfabrik Busch/Bautzen aus dem Jahre 1904.

Technische Daten:
Hersteller: Lausitzer Maschinenfabrik Busch - Bautzen
Baujahr: 1904
Typ: Busch / Nr. 530
Länge: 4.750 mm
Breite: 1.670 mm
Höhe: 2.500 mm
Pumpenleistung: 7 bar, 1600 Liter/min

Pferdebespannte Handdruckspritze

Pferdebespannte Handdruckspritze

Als im Jahre 1887 Stude neuer Branddirektor der Berliner Feuerwehr wird, erlebt die Handdruckspritze eine Reniassance. Da es noch keine absperrbaren Strahlrohre gab, waren die Dampfspitzen für Stude inakzeptabel, denn diese pumpten permanent Wasser, sodass der Wasserschaden oft enorm war. Stude beschaffte daher wieder große Handdruckspitzen, die von zwei Pferden gezogen wurden. Nach Studes Tod wurde dieser Rückschritt schnell wieder aufgehoben.