DLK 23/12 PLC 2

Auch bei der Entwicklung von Drehleitern konnte das Computerzeitalter nicht spurlos vorbeigehen. Die Firma Metz stellte erstmals 1988 rechnergesteuerte Drehleitern vor. Erhältlich waren sie unter der Bezeichnung PLC 2.

Diese DLK arbeitet mit zwei Computern, wobei einer die Abstützungssteuerung und der andere die Leitersteuerung überwachte. Für die Standsicherheit sorgt die Metztypische Waagerecht-Senkrecht-Abstützung, welche im Gesamt- wie auch im Einzelverfahren benutzt werden kann. Ist es aus Platzgründen nicht möglich die Drehleiter in voller Breite (4.500 mm) abzustützen, beeinflusst eine sogenannte Bereichsumschaltung das Benutzungsfeld.

Vom Bedienstand der Abstützung läßt sich noch während des Abstützvorganges der Fahrkorb, der bei diesem Leitertyp fest installiert und als Stülpkorb konstruiert ist, aufrichten. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass der Korbbediener sofort über eine Aufstiegsleiter den Korb betreten und nach dem Druckumbau sofort in die Anleiterposition fahren kann, was erwartungsgemäß Zeitersparnis bei der Menschenrettung bringt. Der 2-Mannkorb ist so konstruiert, dass die Steuerhebel und die Belastungsanzeige mit dem Hauptbedienstand identisch sind. Die Belastung der Leiter wird bei der PLC 2 von der Metz-Waage überwacht, die auf dem Ausgleich des Lastmomentes basiert. Die Hydraulik wird über eine stufenlose Ölmengenregulierung gesteuert, was sich wiederum positiv auf die Erwärmung des Hydrauliköls auswirkt. Die Leiterfunktionen lassen sich bei der PLC 2 sehr feinfühlig fahren. Bei der Berliner Feuerwehr existieren fünf Drehleitern des Typ PLC 2 auf MAN 14.232 Fahrgestellen. Ein Fahrzeug ist noch in niedriger Bauweise konstruiert.