Die Leitstelle

Die Leitstelle der Berliner Feuerwehr ist von ihrer Organisationsstruktur her eine „Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst“. Da im Land Berlin auch der Rettungsdienst von der Feuerwehr geleistet wird, gehen alle Hilfeersuchen über die Notrufnummer 112 in der Leitstelle ein. Im Schnitt sind von den Leitstellenmitarbeitern 3.000 bis 3.500 Notrufe täglich entgegenzunehmen und daraus folgend ca. 1.000 Einsätze zu bearbeiten.

Durch die Überwindung der Teilung Deutschlands und damit auch Berlins wurde die Berliner Feuerwehr vor neue große Herausforderungen gestellt. Es galt, das Einsatzaufkommen von ganz Berlin zu bewältigen. Mit der alten Leitstelle, die bereits für den Westteil der Stadt allein zu klein war, konnte diese Arbeit auf lange Sicht nicht mehr geschafft werden. Daher wurde nach der Zusammenführung beider Feuerwehren der Stadt Berlin umgehend mit der Planung für eine neue Leitstelle begonnen. Im Jahr 2000 ging die Leitstelle dann in Betrieb.

Die Leitstelle verfügt insgesamt über 45 multifunktionale Arbeitsplätze. Davon befinden sich 9 auf einer Galerie für Schulungszwecke und die Bearbeitung besonderer Lagen. Im Normalbetrieb sind ständig mindestens 15 Arbeitsplätze besetzt. Die komplette Einsatzführung erfolgt zentral in der Leitstelle. Von der Notrufannahme, über die Disposition der Einsatzmittel, bis hin zur Einsatzführung über Funk.

Durch die große Zahl an Arbeitsplätzen können auch Großveranstaltungen und größere Schadenslagen optimal bearbeitet werden. Bei Ausfall der Hauptleitstelle steht eine Ausweichleitstelle in einem ausgelagerten, besonders gesicherten Bereich zur Verfügung. Die technische Ausstattung ist mit der der Hauptleitstelle völlig identisch. Eine kurzfristige Inbetriebnahme der Ausweichleitstelle ist jederzeit möglich.

Einsatzführung

In der Leitstelle werden alle Einsatzmittel der Berliner Feuerwehr zentral über Funk geführt. Die Leitstelle und der Lagedienst haben immer den Gesamtüberblick über die Lage in der Stadt. Im Normalbetrieb sind stets um die 100 Einsätze gleichzeitig zu bearbeiten. Während eines wetterbedingten Ausnahmezustandes oder in der Silvesternacht muss durchaus auch das 10-fache an Einsätzen bewältigt werden. Auch hier ist das Einsatzleitsystem IGNIS unverzichtbares Arbeits- und Kommunikationsmittel.