Das Einsatzspektrum

Rund 80 Prozent ihrer Einsätze leistet die Berufsfeuerwehr in der Notfallrettung, also in der Versorgung und Betreuung von verletzten oder akut erkrankten Menschen. Diese Einsätze werden durch Rettungswagenbesatzungen geleistet. Zur Unterstützung bei lebensbedrohlichen Verletzungen oder Erkrankungen stehen 17 NEF, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, bereit. Für den Notfallrettungsdienst werden von den Einsatzkräften nicht nur umfangreiche notfallmedizinische Kenntnisse gefordert, sondern ebenso menschliches Einfühlungsvermögen und ein professioneller Umgang mit Menschen in Not.

Einen großen Anteil an unseren Einsätzen nehmen technische Hilfeleistungen, wie z.B. bei Verkehrsunfällen, Wasser- oder Sturmschäden ein. Hierbei sind bei unseren Einsatzkräften meist handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und soziale Kompetenzen gefordert. 

Brände machen zwar nur noch drei Prozent unserer Tätigkeit aus, stellen aber immer wieder besondere Herausforderungen an die Feuerwehrleute. Bei der Brandbekämpfung werden hohe körperliche Ansprüche an die Einsatzkräfte gestellt, daher legen wir besonderes Augenmerk auf Gesundheit und körperliche Fitness. 

Mit den Einsatzmitteln der Feuerwachen (RTW, LHF, DLK) können rund 98 Prozent aller Einsätze bewältigt werden. Für besondere Einsatzlagen bei denen spezielles Einsatzgerät benötigt wird, stehen auf den Feuerwachen Charlottenburg-Nord und Marzahn je ein Technischer Dienst mit diversen Sonderfahrzeugen wie Feuerwehrkräne, Rüst- und Gerätewagen oder Abrollbehälter bereit. Für die Ölbekämpfung auf Gewässern verfügt die Feuerwache Spandau-Süd über entsprechendes Gerät. Bei Einsätzen mit einer großen Anzahl an Verletzten sind die Feuerwachen Moabit und Tempelhof mit den erforderlichen Sonderfahrzeugen ausgestattet und für Einsätze in großen Höhen und Tiefen gibt es auf der Feuerwache Marzahn einen Höhenrettungsdienst. Fahrzeuge für den ABC-Schutz sind bei verschiedenen Feuerwachen angesiedelt, ebenso wie Tanklösch- oder Sonderlöschfahrzeuge.

Die Schutzziele

Der für die Feuerwehr politisch verantwortliche Senator für Inneres und Sport hat mit der Leitung der Berliner Feuerwehr im Jahre 2003 „Schutzziele“ vereinbart. Darin werden u.a. die Hilfsfristen vereinbart. Das sind die Zeiträume innerhalb derer die Feuerwehr nach Eingang des Notrufes an der Einsatzstelle eintreffen soll. Dazu wurde das Berliner Stadtgebiet in zwei unterschiedliche Schutzklassen ("A" und "B") aufgeteilt. Bei der Schutzzielklasse „B“ handelt es sich um vereinzelte Bereiche am Stadtrand mit sehr geringer Bevölkerungsdichte. Daraus resultieren bestimmte Eintreffzeiten (Hilfsfristen). 

Hilfsfristen Notfallrettungsdienst

Eintreffen eines geeigneten Fahrzeuges innerhalb von 8 Minuten nach Notrufeingang.

in 75 Prozent aller Fälle (Schutzklasse "A") bzw.
in 50 Prozent aller Fälle (Schutzklasse "B")


Hilfsfristen Brandbekämpfung/Technische Hilfeleistung 

Eintreffen von 14 Einsatzkräften innerhalb von 15 Minuten nach Notrufeingang.

in 90 Prozent aller Fälle (Schutzklasse "A") bzw.
in 50 Prozent aller Fälle (Schutzklasse "B")