1950 werden die Fahrzeuge in West-Berlin mit Funk ausgestattet.
1985 Einzug der elektronischen Datenverarbeitung in die Feuerwehrleitstelle.
Um 1984 werden im Ostteil sog. Spezielle Rettungsdienste (SRD) aufgebaut.
Eisrettungsübung in der Lieper Bucht Anfang der 1970er Jahre.
Kesselwagenunfall in West-Berlin um 1970.
Beschädigte Drehleiter nach Studentenprotesten 1968
Zwei neue RW 3 lösten 1968 die Rüw von 1932 ab.
Die neue Leitstelle am Nikolaus-Groß-Weg 1967.
Umweltschutz wird ein Thema: „RW Öl“ aus dem Jahr 1967.
Fernmelderaum der Feuerwache Buckow in den 1960er Jahren.
Taucherübung im Westhafen zu Beginn der 1960er.
Ausbildung an der Feuerwehrschule auf der FW Lietzow Anfang der 1960er.
1961 Sprungtucheinsatz bei einem Fluchtversuch an der Mauer in der Bernauer Straße.
Angriffstruppführer um 1960
Sehtest bei Neubewerbern Ende der 1950er Jahre.
Erprobung des neuen KW 15 auf dem Hof der Hauptwache 1959.
Rettungsgerätewagen im Berliner Osten ab 1954.
Löschzug niedriger Bauart vor der Wache Urban 1988.
 

Nachkriegsjahre bis zur Wiedervereinigung 1990

  • September 1946
    Die Feuerwehrfahrzeuge werden wieder rot lackiert und erhalten Blaulicht und Martinshorn. Nach der Einnahme Berlins durch die Rote Armee ist Improvisation gefragt. Die Einsatzkräfte tragen aus Angst vor Verhaftungen keine Uniformen und Armbinden mit dem russischen Wort für Feuerwehr.
  • Januar 1947
    Die Entnazifizierung der Berliner Feuerwehr ist abgeschlossen.
  • Februar 1947
    Ein Brand in einem Hakenfelder Tanzlokal fordert 80 Menschenleben.
  • November 1948
    Spaltung der Berliner Feuerwehr: Feierabend wird durch die französische Besatzungsmacht verhaftet und fünf Tage später durch den Magistrat abgesetzt. In Ost-Berlin wird die Feuerwehr der Polizei unterstellt, der Begriff „Berliner Feuerwehr“ entfällt hier. Der Ost-Magistrat setzt Feierabend als Oberbranddirektor ein. Ludwig Wissel wird neuer Leiter der West-Berliner Feuerwehr.
  • Dezember 1948
    Die Notrufleitungen, die vom russisch besetzten Sektor zur Hauptwache im amerikanischen Sektor führen, werden nach Weißensee umgeleitet.
  • Februar 1949
    Ein Brand im Wählerraum der Hauptwache hat einen tagelangen Ausfall des Notrufs und des internen Fernsprechnetzes der Feuerwehr zur Folge.
  • Juni 1950
    Die Fahrzeuge der  West-Berliner Feuerwehr werden mit Funk ausgestattet.
  • 1951
    Im Westteil Berlins feiert die Feuerwehr ihr 100jähriges Bestehen vor dem Schöneberger Rathaus.
  • Februar 1952
    Dem allgemeinen Sprachgebrauch folgend wird das „Hauptamt der Feuerwehr“ in „Berliner Feuerwehr“ umbenannt.
  • April 1953
    Bei der Bekämpfung eines Brandes in einem Flüchtlingslager in der tempelhofer Volkmarstraße sterben drei Feuerwehrleute.
  • Juni 1954
    Während des Arbeiteraufstandes in der DDR wird am Potsdamer Platz das „Columbiahaus“ in Brand gesetzt.
  • Juni 1954
    Es gilt fortan deutschlandweit die Notrufnummer „112“.
  • März 1955
    Im Ostteil Berlins übernimmt Oberst Ernst Ettrich die Leitung des Brandschutzes.
  • April 1958
    Die Freiwilligen Feuerwehren werden im Ostteil den Stadtbezirken unterstellt. Die Berufsfeuerwachen werden um diese Zeit als „Kommandos“ bezeichnet.
  • August 1961
    In der Nacht zum 13. August unterstützen Feuerwehrkräfte Ost-Berlins beim Errichten von Straßensperren und Beleuchtungsanlagen an der Grenze zu West-Berlin.
  • 1963
    Die Leitstelle der Feuerwehr-Ost wird in das Präsidium der Volkspolizei verlegt.
  • Mai 1963
    Im Ostteil Berlins übernimmt Oberst Rudi Mösch die Leitung des Brandschutzes.
  • September 1966
    Die einzige noch verbliebene Fernmeldeleitung zwischen der Ost- und der West-Berliner Feuerwehr wird von der Ot-Seite aus gekappt.
  • 1967
    Im Rahmen des Arbeitsschutzes werden die Feuerwehrhelme mit einer gelben, nachleuchtenden Lackierung versehen. Die Einsatzleiter des höheren Dienstes erhalten silberfarben lackierte Helme. Die West-Berliner Feuerwehr bezieht ihre neue „Hauptfeuerwache“ am Nikolaus-Groß-Weg in Charlottenburg-Nord. Erstmals werden Fahrzeuge speziell für den Umweltschutz beschafft. 
  • 1968
    Im Westteil Berlin werden die FF nicht mehr mit Sirene sondern über Selektivrufgeräte alarmiert.
  • Februar 1968
    Heinz Hoene wird neuer Leiter der West-Berliner Feuerwehr.
  • Januar 1969
    Im Westteil Berlins wird das Rettungsamt in die Berliner Feuerwehr eingegliedert.
  • 1970
    In den Ost-Berliner Feuerwehr-Kommandos werden erstmals Frauen als Fernmelderinnen eingesetzt. Im Westen werden erstmals Wechselladefahrzeuge mit Wechselaufbauten (später Abrollbehälter) beschafft.
  • November 1970
    Im Ostteil Berlins übernimmt Horst Meier die Leitung des Brandschutzes.
  • Dezember 1970
    Kurt-Werner Seidel wird neuer Leiter der West-Berliner Feuerwehr.
  • 1972
    Für die Notfallrettung werden die ersten Rettungswagen in Dienst gestellt. Feuerwehrfahrzeuge werden jetzt in „Tagesleuchtrot“ (RAL 3024) lackiert. Die Türbeschriftung ändert sich nun von „Feuerwehr Berlin“ in „Berliner Feuerwehr“.
  • Februar 1972
    Mit der FF Wittenau wird die erste Freiwillige Feuerwehr auf einer Berufsfeuerwache im Westteil Berlins gegründet.
  • 14. August 1972
    Flugzeugabsturz bei Königs-Wusterhausen mit 259 Toten.
  • Oktober 1972
    In der Abstellanlage des U-Bahnhofs Alexanderplatz brennen 14 Wagen.
  • September 1974
    Bei der Berliner Feuerwehr wird der erste Notarztwagen in Dienst gestellt.
  • 1975
    Aufstellung von „Wasserunfallmeldern“ an den Gewässern, die in ganzer Breit zum Ostsektor gehören, deren Ufer aber bereits im Westteil liegen.
  • Sommer 1975
    Bei der Waldbrandkatastrophe in Niedersachsen unterstützt auch die Berliner Feuerwehr mit einem starken Verband.
  • 1976
    Die Berliner Feuerwehr feiert ihr 125-jähriges Bestehen mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, u,a. auch mit einem großen Fahrzeugkorso durch die West-Berliner Innenstadt.
  • Juli 1978
    Bei der FF Staaken wird die erste Jugendfeuerwehr im Westteil Berlins gegründet.
  • 1979
    Die ersten Feuerwehfrauen nehmen ihren ehrenamtlichen Dienst bei der FF Staaken auf.
  • 1980
    Auf stark belasteten Feuerwachen wird der 12-Std.-Dienst in der 42-Std.-Woche eingeführt.
  • Ca. 1980
    Auf dem Kommando Köpenick wird das erste Vorausfahrzeug eingesetzt.
  • Mai 1980
    Die Kongreßhalle in Tiergarten stürzt teilweise ein.
  • 1981
    Auf dem Kommando Weißensee wird das erste Vorausfahrzeug in Dienst gestellt.
  • 1982
    Beim Rettungsamt Ost wird der erste Geburtshilfewagen, besetzt mit einer Hebamme in Dienst gestellt (im Volksmund “Storchenwagen“).
  • März 1982
    Bei der Brandbekämpfung in einer Baubaracke werden zwei Feuerwehrleute tödlich verletzt. 
  • 1983
    Die Berliner Feuerwehr wird nach dem sog. WIBERA-Gutachten neu organisiert. Das Stadtgebiet wird in vier Abschnitte aufgeteilt. Der Krankentransport wird nicht mehr von der Feuerwehr durchgeführt. An mehreren Feuerwachen werden auch Rettungswagen der Hilfsorganisationen stationiert. In der DDR beginnt die Serienproduktion von sog. SMH 3 auf Barkas-B 1000-Fahrgestellen. Auch beim Ost-Berliner Rettungsamt wird dieses einem westlichen NAW annähernd vergleichbare Fahrzeug zum Basisfahrzeug im „Dringlichen medizinischen Hilfsdienst“. 
  • August 1983
    Auf das französische Konsulat am Kurfürstendamm wird ein Bombenanschlag verübt. Ein Toter, 22 Verletzte. Das Gebäude wird stark beschädigt.
  • November 1983
    Auf der FW Tegel wird das Feuerwehrmuseum wiedereröffnet.
  • Ca. 1984
    Auf den Kommandos Mitte, Weißensee, Köpenick und Marzahn werden sog. SRD-Gruppen für die Rettung aus Höhen und Tiefen gebildet.
  • 1984
    In West-Berlin müssen die Fahrzeugführer auf den Rettungswagen über die Qualifikation zum Rettungssanitäter (520 Std. Ausbildung) verfügen.
  • Januar 1985
    Großbrand in einem Tegeler Einkaufscenter bei dem von 100 Geschäften 37 zerstört werden.
  • Juli 1985
    Mit dem Feuerwehrinformationssystem FIS hält die Datenverarbeitung Einzug in die Leitstelle der West-Berliner Feuerwehr.
  • Oktober 1985
    Auf den Feuerwachen Lichterfelde, Steglitz, Zehlendorf und Wannsee startet der Modellversuch „Frühdefibrillation“.
  • April 1986
    Lybische Terroristen üben einen Bombenanschlag auf die bei amerikanischen Soldaten beliebte Diskothek „LaBelle“ in der Friedenauer Rheinstraße. Zwei Menschen sterben, 200 werden verletzt.
  • 1987
    In Ost-Berlin besteht der „Löschzug“ aus Vorausfahrzeug, Tanklöschfahrzeug und Löschfahrzeug. Die Drehleiter gilt als Sonderfahrzeug. Der „Spezielle Rettungsdienst nach Berliner Modell“ wird bei Großstadt-Feuerwehren in der ganzen DDR eingeführt.
  • Mai 1987
    Bei schweren Ausschreitungen in Kreuzberg wird u.a. ein im Einsatz befindliches LF in Brand gesetzt. Ein Supermarkt brennt nieder, weil die Feuerwehr massiv am Löschen gehindert wird.
  • Oktober 1987
    Am Universitätsklinikum Steglitz wird vom ADAC ein Rettungshubschrauber in Dienst genommen. Er wird von der Feuerwehr eingesetzt.
  • Januar 1988
    Wolfgang Scholz wird neuer Leiter der Berliner Feuerwehr.
  • Dezember 1988
    Die Frühdefibrillation wird auf das gesamte West-Berliner Stadtgebiet ausgedehnt.
  • 1989
    Jede Berufsfeuerwache verfügt nun über mindestens ein Löschhilfeleistungsfahrzeug LHF 16. Der Löschzug wird nun bald aus zwei LHF, einer DL(K) und einem Rettungswagen gebildet. Die Regelbesatzung beträgt 15 Einsatzkräfte.
  • November 1989
    Nach dem Fall der Mauer hat die Berliner Feuerwehr vermehrte Einsätze und Sonderaufgaben zu bewältigen. So müssen Notbetten für Flüchtlinge erstellt werden, Aussichtstürme abgebaut werden, um Platz für Grenzübergänge zu schaffen. 
  • Dezember 1989
    Erster (inoffizieller) Kontakt zwischen Ost- und West-Berliner Feuerwehr-Chefs. Bei einem Hotelbrand am Kurfürstendamm sterben acht Menschen.
  • Januar 1990
    Nach dem Einsturz eines Gerüsts mit mehreren Verletzten während der  Silvesterparty am Brandenburger Tor helfen Einsatzkräfte aus Ost und West gemeinsam.
  • Juli 1990
    Im Ostteil Berlins übernimmt Oberbrandrat Manfred Schäfer die Leitung der „Brandschutzdirektion Ost“ um sie auf die Vereinigung mit der West-Berliner Feuerwehr am 3. Oktober vorzubereiten.
  • August 1990
    Übergabe von vier LHF und einem Rüstwagen an die Brandschutzdirektion Ost.