1989: Hotelbrand

Eine Zigarette löst am 16. Dezember 1989 den größten Hotelbrand in der Berliner Nachkriegsgeschichte am Kurfürstendamm Ecke Wielandstraße aus. Gegen 2.30 Uhr bricht der Brand im ersten Obergeschoss des mondänen Gründerzeitbaus aus. In dem Wohn- und Geschäftsgebäude sind drei Pensionen untergebracht.

Als der zuerst alarmierte Löschzug der Feuerwache Ranke eintrifft, sind bereits drei Personen auf die Straße gesprungen und haben sich dabei lebensgefährlich verletzt. Mehr als 40 Menschen stehen an den Fenstern und rufen um Hilfe, während im Innenraum die Flammen wüten. Trotz der sofort nachalarmierten Kräfte ist die Feuerwehr zunächst personell völlig überfordert. Da der Einsatz von Drehleitern aufgrund der vielen Straßenbäume stark eingeschränkt ist, erfolgt die Menschenrettung überwiegend mit Sprungtüchern. Diese werden statt mit 16 Mann teilweise nur von vier Einsatzkräften gehalten, weshalb sich dabei insgesamt acht Feuerwehrleute zum Teil schwer verletzen.

Als alle Personen gerettet sind, befindet sich der gesamte Gebäudekomplex in Flammen. Mit sieben B- und 34 C-Rohren können die 12 Löschzüge den Brand schließlich nach 14 Stunden unter Kontrolle bringen. Von dem einst prächtigen Altbau stehen nur noch die Fassaden, die Geschossdecken sind fast ausnahmslos eingestürzt. Nach fünftägiger Vermisstensuche steht fest, dass das Feuer acht Todesopfer gefordert hatte.