1998: Gasexplosion fordert sieben Tote

Am Morgen des 4. August 1998 ereignet sich in der Lepsiusstraße in Steglitz das schwerste Explosionsunglück der Berliner Nachkriegsgeschichte. Dabei stürzt ein viergeschossiges Wohnhaus völlig ein, was einen 60-stündigen Großeinsatz für Feuerwehr, Polizei, THW und Hilfsorganisationen nach sich zieht. Nur ein Mann kann lebend aus den Trümmern gerettet werden. Zur Suche nach den sieben vermissten Personen müssen 2.000 Tonnen Schutt von den 3.000 Helfern größtenteils mit der Hand bewegt werden.

Trotz verschiedener Suchmethoden mit Rettungshunden, optisch-elektronischen sowie akustischen Geräten und einem Bio-Radar können die Verschütteten nur noch tot geborgen werden. Darunter befindet sich auch der mutmaßliche Verursacher der Explosion, ein 13-jähriger Bewohner, der vermutlich den Verschlussstopfen eines Prüfrohres mutwillig entfernt hat. Bei der Obduktion wird in seinen Lungen Erdgas gefunden. Das endgültige Beweisstück, der besagte Verschlussstopfen, kann in en Trümmern jedoch nie gefunden werden.