Branddirektor Alexander Stude (1887 -1893)

Der Forscher

Nach der schweren Erkrankung Wittes wird der Branddirektor der Stadt Bremen, Alexander Stude, bereits am 11. August 1887 kommissarisch mit der Leitung der Feuerwehr betraut und am 1. Januar 1888 offiziell ernannt. Stude begann seine Feuerwehrkarriere in Berlin und wurde noch von Scabell ausgebildet. In Berlin strebt er die Einführung einer schadensarmen Löschtaktik an. Dabei setzt er wieder auf Handdruckspritzen als erstes Mittel der Wahl. Um Brände effektiver löschen zu können, führt er den von ihm konstruierten „Rauchhelm“ auf jedem Löschzug ein. Auch der Ausbau der Kommunikationstechnik liegt Stude sehr am Herzen. So erhält die Hauptfeuerwache in der Lindenstraße 1888 ein Telefon, über das bereits im ersten Jahr 14 Brände gemeldet werden.

Stude beschäftigt sich auch intensiv mit dem Verhalten von Baumaterialien und Bauformen bei Bränden und treibt hier einen fachlichen Austausch voran. Auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft verstirbt Stude am 21. Juni 1893 völlig überraschend im Alter von 45 Jahren.