Schwerbehindertenvertretung

Herzlich Willkommen bei der Schwerbehindertenvertretung der Berliner Feuerwehr

Die Schwerbehindertenvertretungen (SBV) hat die Aufgabe, die Beschäftigten der Berliner Feuerwehr mit Behinderung oder die die von Behinderung bedroht sind, bei Fragen und Problemen (Anträgen zur Schwerbehinderung, Schwerbehindertenausweis, Gleichstellung zur Schwerbehinderung, Kündigung, Umsetzung, Arbeitsplatzgestaltung,  Diskriminierung, Mobbing, Stalking, Wiedereingliederung o.ä.) mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Zu allen Gesprächen mit den Vorgesetzten und  Gremien werden wir Euch gerne begleiten und wenn möglich ein Vorgespräch planen und durchführen. Bitte sprecht uns an.

Behinderungsbegriff: „Menschen mit Behinderungen sind Menschen, die körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate hindern können.“

Die Aufgaben der Schwerbehindertenvertretung
Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) ist für Euch da und erreichbar, fördert die Eingliederung schwerbehinderter oder von Behinderung bedrohten Menschen in den Dienststellen der Behörde, vertritt ihre Interessen in den Dienststellen und steht ihnen beratend und helfend zur Seite. Sie erfüllt ihre Aufgaben insbesondere dadurch:

  • darüber zu wachen, dass die zugunsten schwerbehinderter Menschen geltenden Gesetze, Verordnungen, Dienstvereinbarungen, Verwaltungsanordnungen durchgeführt, insbesondere auch die dem Arbeitgeber nach §§ 154, 155 und 164 bis 167 SGB IX obliegenden Verpflichtungen erfüllt werden,
  • das Maßnahmen, die den schwerbehinderten Menschen dienen, insbesondere auch präventive Maßnahmen, bei den zuständigen Stellen beantragt,
  • das Anregungen und Beschwerden von schwerbehinderten Menschen entgegen genommen und, falls sie berechtigt erscheinen, durch Verhandlung mit dem Arbeitgeber auf eine Erledigung hinwirkt wir. Sie unterrichtet die schwerbehinderten Menschen über den Stand und das Ergebnis der Verhandlungen.

Die Schwerbehindertenvertretung unterstützt Beschäftigte auch bei Anträgen an die nach § 152 Abs. 1 SGB IX zuständigen Behörden auf Feststellung der Behinderungen, ihres Grades und der Schwerbehinderung (GdB) sowie bei Anträgen auf Gleichstellung an die Agentur für Arbeit.

Die Schwerbehindertenvertretung wacht darüber, dass der Arbeitgeber sie in allen Angelegenheiten, die einen einzelnen oder die schwerbehinderten Menschen als Gruppe berühren, unverzüglich und umfassend unterrichtet und vor einer Entscheidung angehört wird (siehe SGB IX § 178 Abs. 2).

Die Schwerbehindertenvertretung hält engen Kontakt zu allen Betroffenen und Ratsuchenden, zur Behördenleitung und den Interessenvertretungen wie dem Personalrat, der Frauenvertretung (FrV) oder der Jugend- und Auszubildendenvertretung der Dienststelle und zur Hauptschwerbehindertenvertretung (HVP) des Senates von Berlin, sowie dem Integrationsamtes.
Sie hat das Recht, an allen Sitzungen des Personalrates teilzunehmen.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM, BFwEM)
Um es mal vorweg zu nehmen: Das BEM, bei der Berliner Feuerwehr auch Berliner Feuerwehr Wiedereingliederungsmanagement (BFwEM) genannt, ist eine gute Maßnahme in der Eure Belange betreffen, die evt. eine betriebliche Veränderung benötigen, um nicht wieder oder weiter zu erkranken. Das Angebot des BEM zu einem Gespräch ist eine Möglichkeit Euer Interesse an Eurem Arbeitsplatz zu verdeutlichen und in einem besonderen Masse auf ihn Einfluss zu nehmen und ggf. Veränderungen zu erreichen.

Uns ist bewusst, dass diese Beratungsgespräche ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen erfordern. Als wichtigste vertrauensbildende Maßnahme ist hierbei, dass es eine strikte Trennung von ZS und der Personalstelle zum BFwEM bei AGS mit den Interessenvertretungen gibt. Diese Gespräche unterliegen der Vertraulichkeit und werden auch so behandelt. In Zusammenarbeit mit den Betriebsärzten und Sozialpädagogen besteht ein gutes Netzwerk um in allen Lebenslagen und deren Schwierigkeiten eine gute Hilfestellung anzubieten.

Natürlich habt auch Ihr jederzeit die Möglichkeit das BFwEM anzurufen um von selbst ein BEM zu starten.

Private und öffentliche Arbeitgeber sind dem SGB IX verpflichtet besondere präventive Maßnahmen zu ergreifen, wenn krankheitsbedingte Ausfälle von Beschäftigten in einem rollenden Jahr 42 Tage erreicht haben. Dazu zählen Reha-Maßnahmen, Arbeitsunfälle sowie Krankheitstage mit und ohne Attest. Diese Maßnahme ist eine gesetzlich geforderte Handreichung um Euch zu schützen. Von daher bitte ich Euch, diese zu nutzen und die Vertreter Eurer Wahl (zB die SBV oder FrV) zu den Einladungen mit zu nehmen.

In Fällen von personen-, verhaltens- oder betriebsbedingten Schwierigkeiten am Arbeitsplatz und auch im Privatbereich, die zu einer Gefährdung des Arbeitsverhältnisses führen können, weist das Sozialgesetz deshalb ausdrücklich und verbindlich auf eine frühzeitige und enge Zusammenarbeit des Arbeitgebers, auch mit der Schwerbehindertenvertretung sowie den anderen betrieblichen Interessenvertretungen, hin.

Weitere Beratung und Unterstützung gibt dabei ua die SBV, die in Zusammenarbeit mit anderen Bereichen für Euch, wenn möglich, frühestmöglich alle Möglichkeiten zur Verfügung stellen, um das Beschäftigungsverhältnis möglichst dauerhaft fortsetzen zu können und nicht zu gefährden.

Handelt es sich dabei um schwerbehinderte oder gleichgestellte Beschäftigte, ist die SBV unbedingt mit einzubeziehen.