Straße: Gutschmidtstraße, U-Bahnhof Britz-Süd
Ortsteil: Britz
Am Abend wurde uns ein Brand an einem Zug im U-Bahnhof Britz-Süd auf der Linie U7 gemeldet.
Die ersteintreffenden Einsatzkräfte konnten das Lagebild bestätigen und leiteten umgehend eine Brandbekämpfung mit einem C-Rohr ein. Es brannten etwa 4 Quadratmeter Bordelektronik eines Zugteils, die schnell abgelöscht werden konnten. Durch den Brand kam es zu einer Rauchausbreitung im gesamten U-Bahnhof sowie den angrenzenden Tunnelröhren. Bei Eintreffen der Feuerwehr war der Bahnhofsbereich bereits durch Kräfte der BVG geräumt, der Zugverkehr eingestellt und der Fahrstrom abgeschaltet worden. Vorsorglich wurden auch die benachbarten Bahnhöfe Johannisthaler Chaussee und Parchimer Allee durch die Polizei geräumt und durch Löschfahrzeuge kontrolliert. Hier kam es nur zu einer sehr geringen Ausbreitung des Brandrauches.
Zur Entrauchung wurden zwei Drucklüfter sowie ein Feuerwehranhänger Ventilator eingesetzt. Während der Lösch- und Belüftungsmaßnahmen kamen zudem 14 Pressluftatemschutzgeräte zum Einsatz. In Absprache mit dem Notfallmanagement der BVG wurde der beschädigte Zug in einen nahegelegenen Betriebsbahnhof geschleppt und der vom Brandrauch betroffene Tunnelbereich mit U-Bahnzügen mittels Leerfahrten befahren, um den verbliebenen Rauch durch die Sogwirkung des Fahrbetriebes abzuführen.
Der Triebfahrzeugführer der vom Brand betroffenen U-Bahn wurde leicht verletzt und mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden.
Der Bahnverkehr auf der Linie U7 musste im gesamten Einsatzverlauf eingestellt werden. Es kam zudem zu Verkehrsbeeinträchtigungen im Umkreis der geräumten U-Bahnhöfe.
Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss der feuerwehrtechnischen Maßnahmen an die BVG sowie die Polizei übergeben.
Wir waren mit 105 Einsatzkräften vor Ort.
Eingesetzt wurden: 10 LHF (davon 1 LHF der Freiwilligen Feuerwehr sowie 2 LHF der Lehrfeuerwache), 2 DLK, 3 RTW, 1 NEF, 1 LNA, 12 Sonderfahrzeuge und 6 Führungsdienste
Anwesend waren: Schutzpolizei, Kriminalpolizei, Notfallmanagement BVG, Medienvertretende, Pressedienst der Berliner Feuerwehr
(hbm)


