Stroke-Einsatz-Mobil

Das Stroke-Einsatz-Mobil (STEMO) wird von der Berliner Feuerwehr im Rahmen eines Projekts in der Schlaganfallforschung eingesetzt. Ziel ist es, darüber Erkenntnisse zu gewinnen, wie eine noch frühere und effektivere Behandlung von Schlaganfällen ermöglicht werden kann, als dies bisher durch die Krankenhäuser mit Stroke-Units möglich ist. Dazu ist das STEMO mit einem mobilen Computertomographen sowie mit modernster Labortechnik und telemedizinischer Vernetzung ausgestattet. Daneben verfügt es über eine notfallmedizinische Ausstattung, die der eines NEF entspricht. Das Stroke-Einsatz-Mobil wird mit einem Rettungsassistenten der Berliner Feuerwehr, einem als Notarzt qualifizierten Neurologen und einem als Rettungssanitäter qualifizierten, medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA) von der Charité besetzt. Das Team wird in der Lage sein, nach radiologischer Absicherung der Diagnose „frischer ischämischer Schlaganfall“ vor Ort mit der Lyse des Patienten zu beginnen und diesen anschließend auf die nächstgelegene Stroke-Unit zu transportieren.

Bis zum Ende April 2011, der sogenannten Pilotphase, wird das Fahrzeug tagsüber in erster Linie zum Stichwort „Apoplex rund um die FW Wilmersdorf parallel zu einem RTW alarmiert. Im Mai beginnt dann die eigentliche Studienphase, in der das STEMO im o.g. Bereich allein zum Stichwort „Apoplex“ ausrücken soll. Dazu wurde für die Leitstelle ein eigenes Abfrageschema entwickelt, um schon bei der Notrufaufnahme gezielt Schlaganfälle zu erkennen. Stellt sich vor Ort dennoch heraus, dass es sich nicht um einen Schlaganfall handelt, wird das STEMO wie ein „normales“ NEF oder RTW tätig, versorgt also den Patienten und bringt ihn erforderlichenfalls ins Krankenhaus. Eine Nachalarmierung des STEMOs zu anderen Einsatzstellen an denen der Verdacht eines Schlaganfalls besteht, ist zunächst nicht möglich!

Das Projekt wird von der Technologiestiftung Berlin und dem Land Brandenburg in Kofinanzierung durch Mittel der Europäischen Union gefördert.

Sonderausstattung: ECAS-Luftfederung, Hydraulische Abstützung des Fahrgestells mit automatischer Niveauregulierung, mit zuschaltbarer Unterbodenbeleuchtung, MAN BrakeMatic (Bremssystem), Tempomat, MWS (Motorweiterlaufschaltung), Klimaanlage, Standheizung, Rettbox-Air Einspeisung DC-DC Wandler 24 V / 12 V, Rückfahrkamera

Technische Daten

Fahrgestell: MAN TGL 12.250 4x2 BL
Motor: Euro 5
Zul. Gesamtgewicht: 12.000 kg
Leistung: 184 kw/250 PS
Radstand: 3.300 mm
Breite/ Länge/ Höhe: 2.500 mm/ 6.710 mm/ 3.030 mm
Aufbau: Fa. Fahrtec..
Besatzung: 1:2