AERIUS

Alternatives Löschmittel Druckluftschaum - komplexe Großschadenslagen vermeiden

Druckluftschaum (engl. Compressed Air Foam, CAF) wird seit 1997 in Europa mit unterschiedlicher Intensität eingesetzt und stellt eine Alternative zum bisherigen, weit verbreiteten Wasserlöschverfahren (mit oder ohne Zusätze) dar.

Im Rahmen der Forschung für die zivile Sicherheit untersuchte AERIUS die Wirkweise und Effizienz von Druckluftschaum als Löschmittel. Das gemeinsame Ziel mit den Wissenschaftspartnern war die Beherrschung von komplexen Bränden (auch bei Großschadenslagen) mittels einer effizienten, umweltschonenden und vor allem sicheren Brandbekämpfung. In einer vergleichenden Betrachtung zwischen herkömmlichen Löschverfahren und dem Druckluftschaumverfahren wurden sowohl chemisch-physikalische, als auch ökonomische, ökologische, einsatztaktische und arbeitsschutzrechtliche Aspekte berücksichtigt.

Die Berliner Feuerwehr (BFw) fokussierte sich in ihrem Teilprojekt auf verschiedene Realbrandversuche mit ungewöhnlichen Brandstoffen bzw. auf Mindestabstände und Einsatzregeln für die Brandbekämpfung bei Bränden an Hochspannungsanlagen oder Transformatoren. Außerdem war sie maßgeblich an der Erarbeitung von Ausbildungsunterlagen beteiligt und führte bundesweite Befragungen zum Einsatz von Druckluftschaum durch.

Die Ergebnisse sind in Handlungsempfehlungen eingeflossen und in den Versuchsberichten sowie Auswertungen nachzulesen. Das Forschungsprojekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.