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Freiwillige Feuerwehr Kladow

Einsatzbereich
E 3
Wachnummer
3220
FF Typ
A
Jugendfeuerwehr

Über uns

Die Freiwillige Feuerwehr Kladow liegt im Stadtbezirk Spandau.
In der Einsatzabteilung sind 8 Frauen und 31 Männer aktiv.
Die Ehrenabteilung hat 11 Mitglieder.

Übungsdienst der FF:
3x Monat am Do.
19:30 - 21:30 Uhr


Jugendfeuerwehr

In der Jugendfeuerwehr sind 6 Mädchen und 24 Jungen aktiv.
Kinder ab 10 Jahren können Mitglied der Jugendfeuerwehr werden.

Übungsdienst der JF: Mi. 17:30 - 19:30 Uhr


Fahrzeuge der FF Kladow

Abbildung Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug
LHF 16/12
Abbildung Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug
LHF 20/8
Abbildung Tanklöschfahrzeug
TLF
Abbildung First Responder Fahrzeug
FRF
Abbildung Löschgruppenfahrzeug 16 mit Tragkraftspritze und Zusatzbeladung
LF 16 Z
Abbildung Feuerwehranhänger Rettungsboot
FwA RTB
Abbildung Feuerwehranhänger Tragkraftspritze
FwA TS

Andere Fahrzeuge an diesem Standort

Abbildung Rettungswagen
RTW, Besatzung von FW 3200

Historischer Überblick

  • 1. Juli 1904 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kladow
  • 1890 bis 1905 Spritzenhaus auf dem Dorfplatz Alt-Kladow
  • 1905 bis 1988 "alte Wache" an der Sakrower Landstraße 5-7
  • 1974 bis 1975 Umbau der Wache
  • seit 1. März 1988 "neue Wache" am Kladower Damm 367
  • 1990 Gründung der Jugendfeuerwehr Kladow

Die Gründung

Vor 1904 wurde in dem vierhundertseelen Dorf Cladow im Brandfall die Bürgerwehr zum Löschen durch das Läuten der Kirchenglocken zusammengerufen. Jeder Grundstücksbesitzer hatte einen Mann dafür abzustellen. Das Wasser musste aus dem Dorfbrunnen vor der Kirche geschöpft und mit einer Eimerkette zum Feuer getragen werden.

Nach einem großen Brand im Herbst 1903 kam es dann am 1. Juli 1904 zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kladow. Auf Initiative des Schmiedemeisters Friedrich Hanisch fanden sich 15 Männer zusammen, um von nun an den Brandschutz für ihr Dorf zu übernehmen. Heute erinnert die nach ihm benannte Straße nördlich der Finnenhaussiedlung an den Mitbegründer der Wehr. Bereits im Jahre 1905 konnte das neue Spritzenhaus in der Dorfstraße 5, heute die Sakrower Landstraße, bezogen werden. Es besaß schon einen Steigeturm sowie Raum zur Unterbringung der Schwengeldruckpumpe. Damit wurde das bisherige Gerätehaus neben der Dorfkirche überflüssig.

Die frühen Jahre

Bis zur Motorisierung im Jahre 1927 wurde die Schwengeldruckpumpe von Pferden gezogen. Anfangs musste reihum jeder Bauer zwei Pferde zur Verfügung stellen, später übernahm der Landwirt Marzahn allein diese Aufgabe. Durch das langwierige Anspannen dauerte es 20 bis 30 Minuten bis zum Ausrücken. An der Einsatzstelle angekommen, musste die Pumpe mittels Eimerkette mit Wasser aufgefüllt werden und mindestens 8 Feuerwehrmänner pumpten es von hier über die Schläuche in die Flammen. Zu einer erheblichen Verkürzung der Ausrückezeiten sorgte dann 1927 die Indienststellung des englischen Daimlers mit Schiebemotor. Er zog von nun an die Pumpe während die Mannschaft mit dem von Wehrführer Friedrich Hanisch gestifteten Mannschaftswagen zum Einsatz fuhr. Die Alarmierung erfolgte bis dahin noch immer mit dem vom Nachtwächter geblasenen Signalhorn. Das hatte nun ausgediehnt und wurde durch ein am Spritzenhaus montiertes, mit Pressluft betriebenes Horn ersetzt. 1929 wurde dann auch noch ein Feuerlöschboot mit Pumpe angeschafft. Dies war erforderlich geworden, da der Schiffsverkehr auf der Havel stark zugenommen hatte. In dieser Zeit begannen sich auch die Anforderungen an die Feuerwehr zu ändern. Immer mehr technische Hilfeleistungen, Verkehrsunfälle aber auch Badeunfälle mussten bewältigt werden.

Nationalsozialismus, Krieg und Neuaufbau

Im Jahre 1933 erfolgte nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten eine Umorganisation der Berliner Feuerwehr. Die Freiwilligen Feuerwehren wurden den Ortspolizeiverwaltungen unterstellt und in Feuerlöschpolizei umbenannt. In diesem Rahmen erhielt Kladow auch ein neues Löschgruppenfahrzeug. Während des zweiten Weltkrieges wurde eine zweite Kraftzugspritze in Dienst gestellt und die Mannschaft durch eingezogene Kräfte des Sicherheits- und Hilfsdienstes (SHD) aus Berlin verstärkt. Nach Bombenabwürfen wurden zum Teil stundenlange Einsätze in Berlin beschickt. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wurde die Freiwillige Feuerwehr Kladow aufgelöst, jedoch schon am 24. Juni 1945 begann der Neuaufbau, zunächst mit 8 Kameraden und fast ohne Gerät, da ein Löschgruppenfahrzeug und das Löschboot in den Wirren der letzten Kriegstage verschwunden waren und die verbliebene Spritze unbrauchbar war. Viel Eigeninitiative und persönliches Engagenment bewirkten, dass während der ersten Nachkriegszeit und der Berlin-Blockade trotz mannigfacher Engpässe die Freiwillige Feuerwehr ihren Dienst versehen konnte.

Wachneubau und Jugendfeuerwehr

Nachdem 1963 ein Unfallrettungswagen in Kladow stationiert wurde, reichte der vorhandene Platz für die Unterbringung der beiden zusätzlichen hauptamtlichen Feuerwehrmänner nicht mehr aus. 1965 wurde dann zunächst aus eigenen Mitteln und mit eigener Arbeitskraft ein zusätzlicher Raum auf einem angemieteten Grundstück errichtet. Trotz eines weiteren Umbaus 1974/75 war die Wache für die gewachsenen Aufgaben zu klein und so wurde am Kladower Damm ein Neubau errichtet und am 1. März 1988 in Dienst gestellt. Das Tanklöschfahrzeug wurde im Jahre 1990 durch ein zweites Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug ersetzt. Auf Initiative des Wehrführers Wolfgang Kleßen konnte der "Tanker" an die Freiwillige Feuerwehr in Fahrland weitergegeben werden und damit eine alte Verbindung zwischen Feuerwehren noch zu DDR-Zeiten wieder beleben. Ebenfalls in das Jahr 1990 fiel die Gründung der Jugendfeuerwehr Kladow. Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren lernen und üben seitdem den Umgang mit den Feuerwehrgeräten. Daneben wird natürlich auch allgemeine Jugendarbeit durchgeführt. Mittlerweile hat sie sich die Jugendfeuerwehr etabliert und die Älteren werden nach Erlangung der Leistungsspange schon bei den täglichen Alarmen eingesetzt.