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Brand eines Supermarktes in Lichtenberg

Straße: Siegfriedstraße

Ortsteil: Lichtenberg

Mitten in der Nacht gegen 3 Uhr erreichte uns ein Notruf, welcher uns über einen Brand in einem Supermarkt in Lichtenberg informierte, woraufhin die nächstgelegenen Einsatzfahrzeuge der umliegenden Feuerwachen alarmiert wurden.

Bereits bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der eingeschossige Supermarkt auf einer Grundfläche von etwa 1.200 qm im Vollbrand, weshalb umgehend eine Nachalarmierung weiterer Einsatzmittel und -kräfte erfolgte. Nach umfassender Erkundung stand fest, dass weder Personen, noch andere Gebäude gefährdet waren, so dass die Lage trotz des großen Brandumfangs relativ schnell übersichtlich war.

Ein weiteres wichtiges Erkundungsergebnis war, dass es sich bei der Bauweise des Supermarktes um einen uns bekannten Bautypen handelte, dessen Dachkonstruktion bei hoher thermischer Belastung hochgradig einsturzgefährdet ist. Aufgrund der Tatsache, dass der Supermarkt in ganzer Ausdehnung brannte, Teile der Dachkonstruktion bereits eingestürzt waren und es keinerlei Hinweise auf gefährdete Personen innerhalb des Objektes gab, führten wir die Brandbekämpfung ausschließlich im Außenangriff durch, um die Einsatzkräfte nicht zusätzlich bei einem unnötigen Innenangriff zu gefährden. Im weiteren Verlauf des Einsatzes stürzte das Dach – wie prognostiziert – vollständig ein, was bei einem vorgetragenen Innenangriff sicherlich ernsthafte Konsequenzen für die eingesetzten Trupps gehabt hätte.

Zur Brandbekämpfung setzten wir 4 Werfer und 4 C-Rohre ein, welche wir bedingt durch den Freistand des Brandobjektes problemlos um das gesamte Objekt herum verteilen konnten. Dabei kamen 2 Werfer über DLK zum Einsatz.

Trotz der umfangreichen Löschmaßnahmen wurde das Gebäude durch den Brand vollständig zerstört. Die Kriminalpolizei ermittelt nun die Brandursache.

Besonders erschwerend war bei dem Einsatz die kalte winterliche Temperatur um etwa -8°C, welche das in die Umgebung des Brandobjektes abfließende Löschwasser über die Dauer des Einsatzes hinweg gefrieren ließ. So entstanden im Laufe der Zeit viele Eisflächen, die den Einsatzkräften das Fortbewegen erheblich erschwerte. Anfangs streuten wir die entstandenen Eisflächen provisorisch mit den uns in verhältnismäßig geringer Menge zur Verfügung stehenden Mitteln noch selbst ab. Im weiteren Verlauf wurden wir dann von der BSR und einem Winterdienst unterstützt, so dass eine Fortbewegung wieder relativ sicher möglich war. Unabhängig von der Rutschgefahr erschwerte uns die frostige Kälte auch rein körperlich die über mehrere Stunden andauernde Arbeit. Dem entgegneten wir mit der Bereitstellung von warmen Getränken und der Möglichkeit des Aufwärmens in den geheizten Einsatzfahrzeugen.

Verletzt hat sich glücklicherweise niemand, so dass ein vor Ort befindlicher RTW lediglich zur Bereitstellung eingesetzt wurde.

An der Einsatzstelle waren 91 Einsatzkräfte tätig. Insgesamt kamen unter anderem 4 Werfer (davon 2 über DLK) 4 C-Rohre, 10 Atemschutzgeräte und mehrere Wärmebildkameras zum Einsatz.

Zur Sicherstellung des Brandschutzes in den entblößten Ausrückebereichen wurden für die Dauer des Einsatzes und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft 5 Freiwillige Feuerwehren zur Wachbesetzung alarmiert. Vor Ort unterstützte die Freiwillige Feuerwehr den Einsatz mit 2 LHF.

Eingesetzt wurden: 11 LHF (teilw. gemindert), 2 DLK, 1 RTW, 5 Führungsfahrzeuge, 6 Sonderfahrzeuge, Pressedienst der Berliner Feuerwehr 

Anwesend waren: Schutzpolizei, Kriminalpolizei, Energieversorger Strom, BVG, BSR, Winterdienst, Medienvertretende

Bildmaterial: Berliner Feuerwehr 

(mw)

Blick auf die gesamte Einsatzstelle
Brandbekämpfung durch Trupp von Osten aus
Brandbekämpfung durch Trupp von Süden aus
Brandbekämpfung über DLK von Südwesten aus
Brandbekämpfung durch Trupp von Osten aus
Brandbekämpfung über DLK von Norden aus
Brandbekämpfung und Wasserförderung von Norden aus
Zwischenzeitliche Umbauarbeiten