Brand in einer Unterkunft für Geflüchtete in Spandau

Straße: Freiheit

Ortsteil: Spandau

In den Nachtstunden wurden wird durch eine ausgelöste Brandmeldeanlage in die oben genannte Adresse zu einem Hotel/Hostel alarmiert, dass derzeit als Unterkunft für geflüchtete Menschen genutzt wird.

Durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte wurde das Meldebild bestätigt und die Lage genauer erkundet. Es brannten Einrichtungsgegenstände sowie Unrat im Flur im vierten Obergeschoss des sechsgeschossigen Hotelgebäudes, das für knapp 1.200 Menschen ausgelegt ist. Es kam zu einer umfangreichen Rauchausbreitung im Gebäude, wovon Flure, Treppenräume und auch Unterkunftszimmer betroffen waren. Mehrere hundert Menschen brachten sich eigenständig in Sicherheit und versammelten sich vor dem Gebäude sowie im Nahbereich der Einsatzstelle. Durch das anwesende Sicherheitspersonal wurden bereits erste Löschmaßnahmen mit diversen Feuerlöschern durchgeführt.

Aufgrund des Schadensausmaßes wurde die Alarmstufe erhöht und um das Modul „Massenanfall an Verletzten“ (MANV) ergänzt, da mit einer größeren Anzahl betroffener und verletzter Personen gerechnet werden musste. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenstellung spezieller Einsatzfahrzeuge und Einsatzkräfte zur Sichtung, Versorgung, Betreuung und nötigenfalls den Transport von Betroffenen, Verletzten und Erkrankten.

Die eingeleiteten Löschmaßnahmen zeigten schnell Wirkung, sodass eine weitere Brandausbreitung verhindert werden konnte. Die Kontroll- und Belüftungsmaßnahmen waren umfangreich und personalintensiv. Besonders herausfordernd war für uns die hohe Anzahl an betroffenen Menschen und die teilweise vorhandene Sprachbarriere. Es gab insgesamt vier Verletzte durch Rauch, wovon drei in ein Krankenhaus transportiert wurden. Der unmittelbar vom Brand betroffene Bereich ist zunächst nicht bewohnbar, so dass etwa 50 Menschen vorübergehend anderweitig untergebracht werden müssen. Hierzu gab es auch Kontakt zum Bezirksamt Spandau, die im Bedarfsfall die Organisation von Ersatzunterkünften übernehmen.

Wir waren mit 74 Einsatzkräfte und 26 Fahrzeugen vor Ort. Zur Brandbekämpfung kamen unter anderem ein C-Rohr, 19 Pressluftatmer und ein Drucklüfter zum Einsatz.

Nach Abschluss aller feuerwehrtechnischen Maßnahmen wurde die Einsatzstelle nach etwa zwei Stunden zur Ermittlung der Brandursache an die Polizei übergeben.

Eingesetzt: 8 LHF, 2 DLK, 6 RTW, 1 NEF, 3 Sonderfahrzeuge, 1 LNA, 4 Führungsdienst, Pressedienst der Berliner Feuerwehr

Vor Ort: Polizei Berlin, Betreiber, Sicherheitsdienst, Medienvertretende

Bildmaterial: Berliner Feuerwehr

(mw)

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