Einrichtung eines Resilienzlabors im Innovation Hub RESILIA

Mit Einrichtung des ersten von drei Resilienzlaboren erfolgt im Rahmen des Vorhabens RESILIA ein wichtiger Schritt zur Stärkung der gesamtgesellschaftlichen Resilienz. 

Mit Grußworten der Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, des Generalleutnants der Bundeswehr André Bodemann, des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, und des Landesbranddirektors der Berliner Feuerwehr, Prof. Dr. Karsten Homrighausen, wurde heute der erste Innovation Hub für Sicherheit und Verteidigung „RESILIA“ eröffnet. Die im strategischen Forschungsfeld „Sicherheits- und Verteidigungsforschung“ der Hightech Agenda Deutschland verankerten Innovation Hubs leisten einen wichtigen Beitrag, um Deutschland angesichts neuer sicherheitspolitischer Herausforderungen resilienter und zukunftsfähiger aufzustellen. Sie greifen für zivile und militärische Akteure relevante Sicherheitsszenarien auf, stärken zivil-militärische Kooperationen, binden Start-ups und Industrie ein und bauen Infrastrukturen auf, um innovative Lösungen schneller zu entwickeln und zu erproben.

Im Fokus des ersten „Innovation Hub zur Stärkung der gesamtgesellschaftlichen Resilienz - RESILIA“ stehen die Zusammenarbeit ziviler und militärischer Akteure in Krisen- und Katastrophenlagen inklusive des Spannungs- und Verteidigungsfalls sowie die Stärkung der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung. Kern von RESILIA ist das heute eröffnete Resilienzlabor am Berliner Ostbahnhof. Dort können Menschen lernen, wie sie sich besser auf Alltagsrisiken einstellen und was Krisen für sie und ihr Umfeld bedeuten können. Statt textbasierter Informationen bietet es eine Erlebnisumgebung: In gamifizierten Elementen, wie Escape Games oder Real-Experimenten, wird spielerisch gelernt, wie man in einer Notlage richtig reagiert. Bürgerinnen und Bürger von jung bis alt sowie Akteure des Bevölkerungsschutzes können verschiedene Sicherheitsszenarien, z. B. ein lokaler Stromausfall, einzeln oder gemeinsam durchlaufen. Die erfahrungsbasierte Vermittlung in Kombination mit einem Bildungskonzept stärkt Handlungskompetenzen, erprobt Zusammenarbeit und vertieft das gegenseitige Rollenverständnis. So wächst schließlich die Fähigkeit, von bislang ungedachten Szenarien nicht mehr vollkommen überrascht zu werden.

Das entstehende Resilienzlabor am Berliner Ostbahnhof wird durch ein mobiles und ein digitales Resilienzlabor ergänzt. Das mobile Labor erlaubt flexible, orts- und zielgruppenangepasste Sicherheitslösungen. Das digitale Labor erlaubt ortsunabhängige Teilhabe mit digitalen Lern- und Planspielen, die bis ins stationäre und mobile Labor hineinreichen und Krisenbewältigung zum lebendigen Erlebnis machen. So will RESILIA Menschen bundesweit dazu befähigen, im Alltag resilienter zu handeln und auf Krisen vorbereitet zu sein.

Das Vorhaben RESILIA setzt sich zusammen aus der Berliner Feuerwehr, der Akademie der Katastrophenforschungsstelle, der Freien Universität Berlin, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Trier und der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg. Mit Unterstützung von Anwendern, Bedarfsträgern und weiteren Partnern – Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Operatives Führungskommando und Landeskommandos der Bundeswehr, Deutsches Rotes Kreuz u.v.m. – entwickelt der Verbund neue Ansätze, um Entscheidungsabläufe und Kommunikationswege und damit die Zusammenarbeit von Sicherheitsakteuren in Krisen besser zu trainieren und weiterzuentwickeln. Dabei setzt das Vorhaben auf Schlüsseltechnologien wie Digitale Zwillinge der Künstlichen Intelligenz, um komplexe Lagen abzubilden und Handlungsspielräume sichtbar zu machen.

„Der Innovation Hub RESILIA mit dem Resilienzlabor ist Sicherheitsforschung zum Anfassen für Bürgerinnen und Bürger. Cyberangriffe, hybride Bedrohungen und die Krisen in der Welt nehmen zu. Um darauf vorbereitet zu sein und damit gut umgehen zu können, brauchen wir Forschung und technologische Innovationen. Genau dafür schaffen wir mit den Innovation Hubs für Sicherheit und Verteidigung, die in der Hightech Agenda Deutschland verankert sind, Orte, an denen zivile und militärische Akteure gemeinsam neue Lösungen entwickeln und erproben können. Mit dem Resilienzlabor des ersten Innovation Hubs RESILIA kommen wir direkt zu den Menschen. Alle können hier vor Ort realitätsnahe Krisenszenarien interaktiv erleben und lernen, Not- und Gefahrenlagen bestmöglich zu bewältigen. Das stärkt auch uns als Gesellschaft im Umgang mit Risiken und Gefahren.“

Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Das Vorhaben „Innovationshub zur Stärkung der gesamtgesellschaftlichen Resilienz“ (RESILIA) wird im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland durch das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes gefördert. 

 

Website: resilia-hub.de/

Fotos

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