Beginn des Einsatzes von Zwangsarbeitern im Bereich der Feuerwehr
Nach ersten Vorbereitungen beginnt ab 1938 der Einsatz von Zwangsarbeitern. Die Feuerwehr oder Werksfeuerwehren wurden in mehreren Fällen als Einsatzorte von Zwangsarbeit identifiziert. Insgesamt liegen, mit Stand von 2025, neun Einzelfallakten vor, in denen die Tätigkeit bei einer Feuerwehr oder einer zugehörigen Einrichtung nachgewiesen werden konnte.
Ein besonders eindrücklicher Fall ist der des polnischen Zwangsarbeiters Witold Wojterski. Er beantragte in den 1990er Jahren beim International Tracing Service (ITS), aus dem später die Arolsen Archives hervorgingen, Entschädigungsleistungen. Wojterski gab an, während des Zweiten Weltkriegs bei der Berliner Feuerwehr beziehungsweise im Luftschutz einer Werksfeuerwehr eingesetzt worden zu sein. Die zugehörige Korrespondenz mit dem ITS zeigt deutliche Schwierigkeiten bzw. bürokratischer Abwehr von Seiten der Feuerwehr bei der Aufarbeitung seines Falls. So reagierte die Berliner Feuerwehr auf eine offizielle Anfrage zur Bestätigung seines Einsatzes nicht.