Brand in einer Wohnung in Weißensee

Straße: Nüßlerstraße

Ortsteil: Weißensee

Uns wurde am späten Nachmittag ein Brand in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gemeldet, wobei es auch zu einer Rauchausbreitung in den Flur der Brandetage gekommen sein soll.

Durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte wurde das Meldebild bestätigt und die Lage genauer erkundet. Es wurde eine starke Rauchentwicklung aus einem Fenster im 1.OG auf der Rückseite des Gebäudes wahrgenommen. Beide Treppenräume des Gebäudes sowie Teile einzelner Geschosse waren bei Eintreffen verraucht. In der Brandwohnung befand sich keine Person. Insgesamt wurden durch die Feuerwehr 6 Personen gerettet. 3 Personen mittels Brandfluchthaube über die Treppenräume und 3 Personen über eine Steckleiter von einem Vordach. Von den 6 geretteten Personen wurden 4 Personen durch den Rettungsdienst gesichtet und als leicht verletzt eingestuft, wobei sie einen Krankenhaustransport ablehnten. Die übrigen Bewohner des Gebäudes (ca. 120 Personen) hatten sich vor Eintreffen der Feuerwehr selbstständig in Sicherheit gebracht und blieben unverletzt. Zur Betreuung wurden in Zusammenarbeit mit der Polizei 2 Busse der BVG herangezogen. Aufgrund der anfangs starken Verrauchung und der Vielzahl der anwesenden Personen wurde das initiale Alarmierungsstichwort bereits relativ schnell nach dem Eintreffen der ersten Kräfte erhöht, so dass ausreichend personelle und technische Ressourcen für die vielfältigen Aufgaben zur Verfügung standen. Der Brand konnte mit einem C-Rohr im Innenangriff gelöscht werden. Eine Entrauchung der betroffenen Bereiche gelang durch den Einsatz mehrerer Trupps unter Atemschutz und den Einsatz von 2 Drucklüftern. Auf Grund der starken Verrauchung der gesamten Brandetage und der Unkenntnis über mögliche Personen in den dortigen Wohnungen, wurden insgesamt 24 Wohnungen kontrolliert, wobei der Großteil mit Schaden geöffnet werden musste.

An der Einsatzstelle waren 75 Einsatzkräfte tätig. Zur Bewältigung der feuerwehrtechnischen Aufgaben setzten wir unter anderem 1 C-Rohr, 14 Atemschutzgeräte, 2 Drucklüfter, 1 Steckleiter sowie 1 Wärmebildkamera ein. Inklusive Aufräum- und Kontrollarbeiten waren wir etwa 2 Stunden vor Ort tätig. Zur Sicherstellung des Brandschutzes in den entblößten Wachbereichen wurden 3 Freiwillige Feuerwehren in Dienst gerufen.

Da das Brandgeschoss auf Grund der Beaufschlagung mit Brandrauch vorrübergehend nicht mehr bewohnbar ist, organisierte die Polizei in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Bezirksamt die Unterbringung der betroffenen Bewohner. Ebenso kümmert sich die Polizei im Nachgang um die Brandursachenermittlung.

Vor Ort waren: 9 LHF (davon 1x LFW, 2x FF, 1x gemindert), 2 DLK, 4 RTW, 1 AB-Atemschutz, 1 GW-Hygiene, 3 Führungsfahrzeuge, Pressedienst der Berliner Feuerwehr

Anwesend waren auch: Schutzpolizei, Kriminalpolizei, Vertreter des Bezirksamtes, BVG Betriebsaufsicht, Medienvertretende

Bildmaterial: Berliner Feuerwehr 

(mw)

Fotos

  • Einsatzkräfte vor dem Zugang zum Einsatzobjekt

    Einsatzkräfte vor dem Zugang zum Einsatzobjekt

  • Einsatzkräfte hinter der Drehleiter

    Einsatzkräfte hinter der Drehleiter

  • Einsatzobjekt

    Einsatzobjekt

  • Einsatzleiter und Einsatzabschnittsleiter im Gespräch

    Einsatzleiter und Einsatzabschnittsleiter im Gespräch

  • Einsatzkräfte vor dem Zugang zum Einsatzobjekt

    Einsatzkräfte vor dem Zugang zum Einsatzobjekt

  • Verlasten des Atemschutznotfall-Sets auf der Drehleiter

    Verlasten des Atemschutznotfall-Sets auf der Drehleiter

  • Einsatzkräfte nach dem Tausch der Atemschutzgeräte

    Einsatzkräfte nach dem Tausch der Atemschutzgeräte

  • Abrollbehälter Atemschutz und GW Hygiene

    Abrollbehälter Atemschutz und GW Hygiene