Straße: Lennéstraße
Ortsteil: Tiergarten
Am Rande des Christopher Street Day kam es durch eine Gewalttat im Bereich des südlichen Tiergartens zu einer Vielzahl an teils lebensbedrohlich verletzten Personen. Im Zuge des Einsatzes über den Rettungsdienst oder im Nachgang durch die Krankenhäuser, mussten 32 Personen medizinisch versorgt werden.
Von den 32 Menschen erlag noch eine Person an der Einsatzstelle ihren schweren Verletzungen. Unter den übrigen 31 Personen befanden sich Lebensbedrohlich- und Schwerverletzte. Für die Erstversorgung wurde an der Tiergartenstraße Ecke Einfahrt zum Tiergartentunnel eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Alle verletzten Personen wurden nach medizinischer Erstversorgung teils mit notärztlicher Begleitung in umliegende Krankenhäuser transportiert.
An der Einsatzstelle mussten zudem 45 weitere Personen, die unverletzt waren, jedoch unter dem Eindruck des Geschehens standen, durch Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) betreut werden. Auch für diesen Betroffenenkreis wurde eine Sammelstelle eingerichtet.
Die Berliner Feuerwehr war mit rund 160 Kräften der Feuerwehr aus dem Haupt- und Ehrenamt sowie der Hilfsorganisationen an dieser Einsatzstelle tätig. Dazu kamen diverse Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung sowohl für Betroffene als auch Einsatzkräfte.
Aufgrund eines großen Medieninteresses wurde an der Einsatzstelle eine Pressesammelstelle eingerichtet, welche in gemeinsamer Arbeit mit der Pressestelle der Polizei Berlin betrieben wurde. Eine Notfallbox mit Informationen rund um die aktuellen Entwicklungen wurde auf der Website der Berliner Feuerwehr bereitgestellt.
Die Einsatzstelle war 2:38 Uhr unter Kontrolle und wurde nach Abschluss der feuerwehr- und rettungsdiensttechnischen Maßnahmen an die Polizei übergeben.
Eingesetzt wurden: 8 LHF, 1 DLK, 25 RTW, 11 NEF, 1 RTH, 10 Sonderfahrzeuge, 11 Führungsdienste, 2 Leitende Notärzte und der Pressedienst der Berliner Feuerwehr.
Weiterhin anwesend waren: Ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Schutz- und Kriminalpolizei sowie polizeilicher Sondereinheiten, Kräfte der PSNV, Medienvertretende
Information für Betroffene: Durch die Ereignisse sind viele Menschen tief betroffen – sei es als unmittelbar Betroffene, Angehörige, Augenzeuginnen und Augenzeugen, Ersthelfende oder Einsatzkräfte. Belastende Erlebnisse können auch zeitversetzt nachwirken; Unterstützung in Anspruch zu nehmen, kann in dieser Situation hilfreich sein. Nachfolgend finden Sie Informationen zu psychosozialen Hilfs- und Beratungsangeboten in Berlin:
- Berliner Krisendienst: 030 390 63 00
- Telefonseelsorge Berlin: 0800 111 0 111 // 0800 111 0 222
- Hotline des Bundes und des Landes Berlin zur psychosozialen Beratung: 0800 0009546
- Die Zentrale Anlaufstelle für Betroffene von Terroranschlägen und Großschadensereignissen und deren Angehörige
Salzburger Straße 21-25, 10825 Berlin
Telefon: 030 9013 3150
E-Mail: zentrale.anlaufstelle@senjustv.berlin.de
