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Vollbrand eines Einfamilienhauses in Rahnsdorf

Straße: Am Küstergarten

Ortsteil: Rahnsdorf

Um 6:15 Uhr wurde die Berliner Feuerwehr zu einem brennenden Einfamilienhaus nach Rahnsdorf alarmiert. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte fanden ein Gebäude im Vollbrand vor, wobei zunächst unklar war, ob es sich um ein Wohnhaus, oder um ein Bootshaus handelt, da sich der Brand auf dem Gelände eines Kanuverleihs ereignete. Im späteren Verlauf wurde klar, dass es sich um ein mehrfach genutztes Grundstück handelt, auf dem sich sowohl ein Einfamilienhaus, als auch ein Kanuverleih und diverse Nebengebäude befinden.

Aufgrund des Brandumfangs und der anfangs schwierigen Wasserversorgung, aber auch durch die Gefährdung weiterer Einfamilienhäuser und dem Hinweis auf ein auf dem Grundstück befindlichen Gefahrstofflagers, erhöhten die ersteintreffenden Einsatzkräfte umgehend die Alarmstufe, so dass im weiteren Verlauf rund 120 Kräfte zum Einsatz kamen.

Durch einen schnellen und umfassenden Löschangriff konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und letztlich gelöscht werden. Zwei Personen aus dem vom Brand betroffenen Haus mussten mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus transportiert werden. Mittels einer Riegelstellung konnten wir das Übergreifen der Flammen auf weitere Einfamilienhäuser verhindern. Auch das auf dem betrieblichen Teil des Geländes befindliche Gefahrstofflager konnten wir schützen, so dass es zu keiner Zeit zu einer Gefahr für die Menschen und die Umwelt durch die dort gelagerten Stoffe kam. Zur Kontrolle führten wir mehrere Schadstoffmessungen sowohl in der Luft der Umgebung, als auch im Wasser der an das Grundstück angrenzenden Müggelspree durch. Die Messungen lieferten das Ergebnis, dass es zu keinerlei Belastung kam. Vorsorglich alarmierte Spezialkräfte unserer Ölwehr für den Gewässerschutz mussten somit nicht zum Einsatz kommen.

Die Einsatzstelle war um 9:53 Uhr unter Kontrolle, wobei die Nachlösch-, Kontroll- und Aufräumarbeiten noch bis etwa 12 Uhr andauerten. Um 14 Uhr wurde die Einsatzstelle nochmal durch uns nachgesehen und auf Glutnester oder das Vorhandensein anderer Gefahren kontrolliert, was jedoch nicht der Fall war. Die Kriminalpolizei ermittelt nun die Brandursache.

Insgesamt kamen unter anderem 1 Werfer, 6 C-Rohre, 20 Atemschutzgeräte, sowie mehrere Spezialmessgeräte unseres Gerätewagen Messtechnik vom Technischen Dienst zum Einsatz.

Zur Sicherstellung des Grundschutzes in den entblößten Ausrückebereichen wurden für die Dauer des Einsatzes 8 Freiwillige Feuerwehren zur Wachbesetzung alarmiert.

Eingesetzt wurden: 13 LHF, 2 DLK, 4 RTW, 5 Führungsfahrzeuge, 12 Sonderfahrzeuge, 1 MZB, Umweltdienst der Berliner Feuerwehr, Pressedienst der Berliner Feuerwehr

Anwesend waren: Schutzpolizei, Kriminalpolizei, Wasserschutzpolizei, Berliner Wasserbetriebe, Energieversorger Strom, Eigentümer, Medienvertretende

Bildmaterial: Berliner Feuerwehr

(mw)

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