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    Mit RIKS zum digitalen Bericht

    Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung wird die Berliner Feuerwehr ein elektronisches Einsatzberichtswesen einführen. Dazu soll zunächst die Protokollierung von Rettungsdiensteinsätzen auf eine durchgängig digitale Bearbeitung umgestellt werden. Am 3. April 2019 gab Landesbranddirektor Dr. Homrighausen gemeinsam mit dem Projektteam den Startschuss für das Projekt RIKS.

    RIKS steht dabei für Rettungsdienst Informations- und Kommunikationssystem. Es soll bis zum Jahr 2020 einheitlich für alle Leistungserbringer in der Notfallrettung des Landes Berlin eingeführt werden und das bisherige handschriftliche Rettungsdienstprotokoll ablösen. Ziel ist es, die im heutigen System bestehenden Mängel in der Datenvollständigkeit, Datenqualität und Datenverfügbarkeit abzustellen und mit einem modernen, mobilen und digitalen Dokumentationssystem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes in ihrer Arbeit zu unterstützen. Dazu werden mit dem RIKS verschiedene Berichtswesen in einem System frei von Medienbrüchen zusammengefasst. Zudem wird mit der Einführung des digitalen Einsatzberichtes auch das verwendete Protokoll zur Erfassung der Einsatzdaten auf den Standard MIND3.1 umgestellt.

    Die Eingabe des digitalen Berichts wird über mobile Endgeräte erfolgen. Im Projektverlauf werden hierzu alle Einsatzmittel des Rettungsdienstes im Land Berlin mit derartigen Geräten ausgestattet. Parallel dazu erfolgen entsprechende Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der neuen Technik wird auch die Etablierung von Schnittstellen zu medizinischen Geräten ermöglicht. Zum Beispiel ist die Übernahme von Monitoring-Daten vom entsprechenden Medizingerät bereits möglich, weitere Geräte sollen zukünftig angebunden werden.

    Auch im Bereich der Brand- und Hilfeleistungseinsätze ist ein Wechsel des Berichtswesens zu einer integrierten, digitalen Lösung geplant. Ein entsprechendes Projekt soll noch in diesem Jahr starten. Dabei wird man auch auf die Erfahrungen und Entwicklungen des RIKS Projektes zurückgreifen.

    Fotos: Berliner Feuerwehr
    (VKa)