Brand auf einem Motorschiff in Oberschöneweide

Straße: Baumschulenstraße (Nähe Fähranleger der F11)

Gewässer: Spree

Ortsteil: Oberschöneweide

In den Morgenstunden ereignete sich ein Brand auf einem stillliegenden Gütermotorschiff an der oben genannten Örtlichkeit. Passanten bemerkten eine starke Rauchentwicklung sowie Flammen auf dem Schiff und alarmierten die Feuerwehr.

Die ersten Einsatzkräfte bestätigten die Meldung und lokalisierten den Brand im Heckbereich des Schiffes. Dort stand die Kabine mit Fahrstand im Vollbrand. Da es Hinweise gab, dass sich auf dem seit längerer Zeit außer Betrieb befindlichen Schiff häufiger obdachlose Menschen aufhalten und dieses als Übernachtungsplatz nutzen, leiteten wir parallel zur Brandbekämpfung umgehend eine umfangreiche Personensuche ein. Bei der Suche wurden jedoch keine Personen gefunden.

Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund der beengten und verwinkelten Verhältnisse an Bord schwierig. Hinzu kam die starke Hitzeentwicklung im Schiffsinneren, die durch die Stahlkonstruktion zusätzlich begünstigt wurde. Aufgrund der hohen Temperaturen war der Einsatz für die Einsatzkräfte besonders kräftezehrend und personalintensiv. Das benötigte Löschwasser förderten wir sowohl aus einem Hydranten als auch aus der Spree. Letzteres realisierten wir zunächst mit einer Elektrotauchpumpe und im weiteren Verlauf mit einer Tragkraftspritze und einer Saugleitung. Zum Übertritt von kontaminierten Löschwasser in die Spree kam es nicht.

Wir waren mit 84 Einsatzkräften und 27 Fahrzeugen, darunter auch ein Mehrzweckboot und ein Rettungsboot, vor Ort. Unter den Einsatzkräften waren auch Angehörige mehrerer Freiwilliger Feuerwehren. Zur Brandbekämpfung kamen unter anderem zwei C-Rohre, zwölf Pressluftatmer sowie eine Wärmebildkamera zum Einsatz. Unterstützt wurden wir bei unseren Maßnahmen von der Wasserschutzpolizei sowie dem Wasserrettungsdienst der DLRG und des ASB.

Die Nachlöscharbeiten dauern derzeit noch an. Nach deren Abschluss werden wir die Einsatzstelle zur Ermittlung der Brandursache an die Polizei übergeben. Ein abschließendes Update mit einer möglichen Korrektur der eingesetzten Kräfte und Mittel folgt anschließend.

Eingesetzt: 9 LHF (1x LFW, 2x gemindert), 3 DLK, 2 RTW, 1 NEF, 1 LNA, 6 Sonderfahrzeuge (2 Boote), 4 Führungsdienste (1x Umweltdienst), Pressedienst der Berliner Feuerwehr

Vor Ort: Polizei Berlin, Wasserrettungsdienst der DLRG und des ASB, BVG Betriebsaufsicht, Medienvertretende

Bildmaterial: Berliner Feuerwehr

(mw)

  • Einsatzkräfte an der Einsatzstelle

    Einsatzkräfte an der Einsatzstelle