Brand in einem Wohnhochhaus in Friedrichshain

Straße: Straße der Pariser Kommune

Ortsteil: Friedrichshain

Heute Morgen wurden wir zu einem Brand in einem 18-geschossigen Wohnhochhaus in die oben genannte Adresse alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Wohnung im 11. Obergeschoss bereits im Vollbrand. Flammen schlugen aus mehreren Fenstern, dichter Rauch breitete sich über die Gebäudefassade aus. Im weiteren Einsatzverlauf kam es zu einem Brandüberschlag auf die darüberliegende Wohnung im 12. Obergeschoss. Beide Wohnungen standen zeitweise in voller Ausdehnung in Brand. Viele weitere Wohnungen waren von einem Raucheintrag betroffen. Besonders herausfordernd waren für uns die Höhe der Einsatzstelle, das Ausmaß des Brandes, die umfangreiche Rauchausbreitung innerhalb des Gebäudes sowie die hohe Anzahl an Betroffenen. Dies machte den Einsatz besonders kräftezehrend und personalintensiv.

Parallel zur Brandbekämpfung führten unsere Einsatzkräfte umfangreiche Menschenrettungsmaßnahmen durch. Von insgesamt 115 Betroffenen mussten 25 Personen gerettet bzw. in Sicherheit gebracht werden. Dies erfolgte überwiegend mithilfe von Brandfluchthauben über den Treppenraum, in einzelnen Fällen aber auch über eine Drehleiter. So auch in einem besonders dramatischen Fall, bei dem sich eine Person aus der im 11. Obergeschoss gelegenen Brandwohnung durch einen Sprung in einen etwa zwei Etagen unter ihr befindlichen Rettungskorb einer Drehleiter rettete und dort von einem Feuerwehrmann aufgefangen wurde. Dabei wurde er leicht verletzt und nach rettungsdienstlicher Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Auch ein Hund wurde durch unsere Einsatzkräfte aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht und anschließend seinem Besitzer übergeben.

Zur Brandbekämpfung kamen unter anderem drei Löschrohre sowie 35 Pressluftatmer zum Einsatz. Die Brandbekämpfung erfolgte sowohl von außen als auch von innen. Insgesamt wurden 13 Menschen leicht verletzt und rettungsdienstlich versorgt. Einige von ihnen wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Darüber hinaus betreuten wir zahlreiche Betroffene an der Einsatzstelle.

Zur Bewältigung der hohen Anzahl an Betroffenen und Verletzten wurde ein sogenanntes MANV-Modul (MANV = Massenanfall von Verletzten) eingesetzt. Dieses umfasst neben zusätzlichen Rettungsmitteln auch spezielle Führungsfunktionen, wie einen Leitenden Notarzt (LNA) sowie einen Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL RD).

Nachdem der Brand gelöscht werden konnte, schlossen sich umfangreiche Kontroll-, Nachlösch- und Belüftungsmaßnahmen an. Insgesamt mussten wir 64 Wohnungen und 5 Technik-/Serviceräume kontrollieren und teilweise belüften. Dazu mussten wir auch einige Türen aufbrechen, um Zugang zu den jeweiligen Räumlichkeiten zu bekommen.

Aufgrund der beschriebenen Situation waren insgesamt rund 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort im Einsatz. Die Zahl der eingesetzten Kräfte konnte im Verlauf des späten Vormittags schrittweise reduziert werden.

Zur Sicherstellung des Grundschutzes alarmierten wir mehrere Freiwillige Feuerwehren zur Besetzung umliegender Feuerwachen. Darüber hinaus unterstützten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr auch direkt an der Einsatzstelle. Durch eine Hilfsorganisation wurden die Einsatzkräfte unter anderem mit Kaltgetränken und Snacks versorgt.

Nach Abschluss aller feuerwehrtechnischen Maßnahmen wurde die Einsatzstelle nach etwa fünf Stunden zur Ermittlung der Brandursache an die Polizei übergeben.

Eingesetzt: 18 LHF, 2 DLK, 9 RTW, 1 NEF, 1 RTH, 6 Führungsdienste, 1 LNA, 11 Sonderfahrzeuge, Pressedienst der Berliner Feuerwehr

Vor Ort: Bezirksbürgermeisterin Friedrichshain-Kreuzberg, Landesbranddirektor, Deutsches Rotes Kreuz, Polizei Berlin, Wasserversorger, Energieversorger Strom, Hauseigentümer, Medienvertretende

Bildmaterial: Berliner Feuerwehr

(mw)

 

Vorherige Meldungen:

Erstmeldung

Es brennt in einer Wohnung im 11. Obergeschoss eines 18-geschossigen Wohnhochhauses mit Brandüberschlag ins darüberliegende 12. Obergeschoss. Durch die massive Rauchentwicklung kann es in der Umgebung zu einer Geruchsbelästigung kommen, weshalb Fenster und Türen geschlossen werden sollten.

Aufgrund des Umfangs und der Lage des Brandes sowie einer Vielzahl an Betroffenen, sind wir mit ca. 150 Einsatzkräften vor Ort tätig. Neben der Brandbekämpfung und Menschenrettung sind wir auch umfangreich mit der Kontrolle und Belüftung des Objektes beschäftigt.

Zur Abdeckung des Grundschutzes wurden mehrere Freiwillige Feuerwehren zur Besetzung der umliegenden Feuerwachen alarmiert.

Stand der Information: 08:15 Uhr

Aktualisierung folgt …

(mw)

 

1. Aktualisierung

Der Brand ist mittlerweile gelöscht. Es standen zwei Wohnungen im Vollbrand. Derzeit sind wir noch mit umfangreichen Kontroll- und Nachlöscharbeiten sowie mit der Versorgung und Betreuung von Betroffenen beschäftigt. Auch die maschinelle Belüftung des Gebäudes dauert noch an.

Stand der Information: 09:15 Uhr

Aktualisierung folgt …

(mw)

 

2. Aktualisierung

Bisher haben wir unter anderem 3 Löschrohre und 35 Pressluftatmer eingesetzt. Es gab insgesamt 115 Betroffene, wovon wir 25 in Sicherheit bringen mussten. Dies erfolgte größtenteils mittels Brandfluchthauben über den Treppenraum, aber auch mittels Drehleiter über den Balkon. 13 Menschen wurden leicht verletzt und rettungsdienstlich behandelt. Einige von ihnen wurden zur weiteren Versorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Eine Vielzahl der Betroffenen wurde durch uns betreut, wobei nicht alle das Hilfsangebot in Anspruch nehmen mussten. Die Nacharbeiten dauern noch weiter an.

Stand der Information: 10:00 Uhr

Aktualisierung folgt …

(mw)

 

3. Aktualisierung

Ein Hund wurde ebenfalls durch uns in Sicherheit gebracht und an seinen Besitzer übergeben.

Zur Betreuung und Behandlung der Vielzahl an Betroffenen und Verletzten kam auch ein sogenanntes MANV-Modul (MANV = Massenanfall an Verletzten) zum Einsatz. Dieses beinhaltet neben zusätzlichen unterschiedlichen Rettungsmitteln auch eine eigene Führungskomponente, bestehend aus einem Leitenden Notarzt (LNA) und einem Organisatorischem Leiter Rettungsdienst (OrgL RD).

Die Einsatzstelle wird nach und nach zurückgefahren und nach Abschluss aller feuerwehrtechnischen Maßnahmen an die Polizei zur Ermittlung der Brandursache übergeben.

Stand der Information: 10:30 Uhr

Aktualisierung folgt …

(mw)

 

4. Aktualisierung

Von den insgesamt 160 tätigen Einsatzkräften sind aktuell noch 50 Einsatzkräfte vor Ort. Die Anzahl wird sukzessive reduziert.

Stand der Information: 10:40 Uhr

Aktualisierung folgt …

(mw)

Fotos

  • Einsatzstelle
  • Einsatzfahrzeuge an der Einsatzstelle
  • RTH an der Einsatzstelle
  • Führungskräfte an der Einsatzstelle
  • Brandbekämpfung über eine Drehleiter