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    Aufstellung der Berliner Feuerwehr zum Jahreswechsel

    Die Berliner Feuerwehr hat sich auf den anstehenden Jahreswechsel umfassend vorbereitet. In der Silvesternacht 2017/2018 wurden zur Spitzenzeit zwischen 19.00 Uhr und 06.00 Uhr 1.580 Einsätze bewältigt. An regulären Tagen bewältigen die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr rund 1.400 Einsätze in 24 Stunden. Um der Erhöhung dieser Einsatzzahlen Herr zu werden, stehen 1.389 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte bereit, um 425 Einsatzfahrzeuge zu besetzen. Damit wird die Personalstärke im Vergleich zu einem „normalen“ Tag im Jahr mehr als verdoppelt. Neben mehr Berufsfeuerwehrleuten versehen über 450 Freiwillige Feuerwehrleuten in der Silvesternacht ehrenamtlich Dienst. In der Feuerwehr-Leitstelle wird die Personalstärke in dieser Nacht auf 72 Mitarbeiter erhöht und damit gegenüber dem Normalbetrieb ebenfalls verdoppelt.

    Zur Silvesterparty "Welcome 2019" am Brandenburger Tor werden traditionell mehrere 100.000 Besucher erwartet. An den Flanken dieser Großveranstaltung (Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Großer Stern) werden an zentralen Punkten feste Standorte für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen eingerichtet (temporäre Feuerwachen). Mit Rettungskräften und Ärzten stellt das Deutsche Rote Kreuz an fünf Unfallhilfsstellen im Veranstaltungsbereich den Sanitätsdienst sicher.

    Sicherheitstipps der Berliner Feuerwehr für die Silvesternacht

    Ein großer Teil der zu erwartenden Einsätze wird wieder auf unsachgemäßen oder fahrlässigen Umgang mit Silvesterfeuerwerk zurückzuführen sein. Wir möchten darum alle Berliner bitten, unsere Sicherheitstipps für die Silvesternacht zu beachten.

    Vorsicht beim Umgang mit Feuerwerkskörpern

    • Es sollte nur geprüftes Feuerwerk mit einer Registriernummer und dem CE-Zeichen in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle gekauft werden. Denn illegales Feuerwerk ist lebensgefährlich!
    •  Die Prüfung von Feuerwerk wird in Europa gemäß der Richtlinie pyrotechnische Gegenstände [2013/29/EU] durch 13 benannte Stellen in Europa durchgeführt.
    • Gebrauchsanweisungen des Feuerwerks vor der Silvesternacht in Ruhe lesen!
    • Raketen der Klasse II oder Kategorie F2 mit mehr als 20 g Knallsatz dürfen nur von Personen mit einer speziellen Erlaubnis oder einem Befähigungsschein erworben und gezündet werden.
    • Feuerwerk der Klasse II oder Kategorie F2 ist nur von Erwachsenen ab einem Alter von 18 Jahren und nur im Freien zu zünden!
    • Abbrennen von Feuerwerk der Klasse II oder Kategorie F2 ist nur zwischen Silvester 18:00 Uhr und Neujahr 07:00 Uhr erlaubt!
    • Feuerwerkskörper getrennt von Zündhölzern oder Feuerzeugen aufbewahren!
    • Beim „Knallen“ nie den gesamten Vorrat an Feuerwerk in einem Behältnis bereithalten!
    • Raketen nur aus Flaschen mit sicherem Stand (z.B. in einem Getränkekasten) von der Straße aus mit genügend Sicherheitsabstand zu Gebäuden, starten!
    • Mit Feuerwerkskörpern nicht auf Menschen, Tiere oder Gebäude zielen!
    • Tischfeuerwerk nur auf feuerfesten Unterlagen abbrennen – nicht in der Nähe von leicht entzündlichen Materialien!
    • Feuerwerk kann bei unsachgemäßem Umgang zu Verletzungen, Verbrennungen und zu Gehörschäden führen!
    • Kleinere Brandverletzungen sofort mit ca. 20°C kaltem Wasser 5 Minuten lang kühlen!
    • Feuerwerkskörper, die nicht explodiert sind, liegen lassen! Sie können noch viel später explodieren!

    Tipps für die Silvesterparty

    • Vor Silvester brennbare Gegenstände vom Balkon entfernen!
    • In der Silvesternacht Fenster und Balkontüren geschlossen halten!
    • Keine StyroporFlocken oder anderes brennbares Material als Dekoration verwenden!
    • Wo sind Notausgänge? Sind sie unverschlossen und nicht verstellt?
    • Veranstalter auf Sicherheitsmängel aufmerksam machen.
    • Veranstaltungen verlassen, wenn sie „unsicher“ sind.

    Was tun, wenn es trotzdem zu einem Brand kommt?

        Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es zu einem Brand kommen.

    • Brandraum sofort verlassen. Brandrauch ist tödlich!
    • Kinder, alte und pflegebedürftige Menschen sowie Tiere mitnehmen, Nachbarn warnen
    • Türen schließen, aber nicht abschließen.
    • Bei Brand im Treppenraum in der Wohnung bleiben und sich am Fenster oder auf dem Balkon bemerkbar machen.
    • Über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren.
    • Wo ist was passiert? (Bei Notrufmeldungen von „Welcome 2019“ Laternennummer angeben)
    • Sind Personen im Gebäude vom Brand eingeschlossen?
    • Wie viele Personen sind betroffen?
    • Welche Art von Verletzung/Erkrankung?
    • Wer meldet das Ereignis?
    • Ggf. ins Freie gehen und der Feuerwehr zeigen, wo es brennt.
    • Falls zu Silvester das Telefonnetz überlastet ist, erreichen Sie die Feuerwehr auch über Polizei- und Bundespolizei-Streifen, Busse und Straßenbahnen, U-, S- und Fernbahnhöfe, Taxis, jede Feuer- und Rettungswache sowie auf den Polizeiabschnitten im Stadtgebiet.

    Der Pressedienst der Berliner Feuerwehr ist für aktuelle Informationen über die Einsatzlage in der Stadt für Medienvertreter in der Zeit von 19:00 – 07:00 Uhr unter der Rufnummer 030 387 80 666 erreichbar. Auf unseren Social-Media Kanälen ( www.twitter.com/Berliner_Fw , www.instagram.com/Berliner_Fw ) werden wir über das Einsatzgeschehen im Stadtgebiet in der Silvesternacht laufend informieren und gegebenenfalls Hinweise für die Bevölkerung herausgeben. Bitte beachten Sie, dass Notrufe auf den Social-Media Kanälen nicht bearbeitet werden. Notrufe sind ausschließlich über die bekannten Notrufnummern 112 und 110 telefonisch abzusetzen!

    Am Neujahrstag wird es eine schriftliche Presseinformation zum Einsatzgeschehen des Jahreswechsels geben. Diese Presseinformation ist ab ca. 10:00 Uhr im Internet unter www.berliner-feuerwehr.de abrufbar.

    Fotos: Berliner Feuerwehr
     

     

    Pressekonferenz
    Demonstration des richtigen Umgangs mit Feuerwerk
    Demonstration des richtigen Umgangs mit Feuerwerk
    Demonstration des richtigen Umgangs mit Feuerwerk
    Demonstration des richtigen Umgangs mit Feuerwerk
    Demonstration der Auswirkungen von Feuerwerk am Beispiel einer Handattrappe
    Interview, Leiter Stab Kommunikation Thomas Kirstein