Wie müssen Feuerwachen geplant und gebaut werden, damit sie den Anforderungen von heute gerecht werden und gleichzeitig für die Herausforderungen von morgen gerüstet sind? Mit dieser und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Fachleute aus Feuerwehr, Architektur, Planung, Forschung und Industrie in Berlin.
Im Rahmen des 175-jährigen Jubiläums der Berliner Feuerwehr stand die Hauptstadt mehrere Tage lang im Zeichen des modernen Feuerwachenbaus. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch, aktuelle Entwicklungen und die Frage, wie zukunftsfähige Feuerwehrstandorte geplant, gebaut und weiterentwickelt werden können.
Beim Baufachsymposium 2026 kamen Architektinnen und Architekten, Planerinnen und Planer, Einsatzkräfte, Behördenvertretungen sowie Technologiepartner zusammen. Gemeinsam diskutierten sie, welche baulichen Konzepte, technischen Lösungen und organisatorischen Anforderungen notwendig sind, damit Feuerwachen künftig flexibel, resilient und nachhaltig aufgestellt sind. Eröffnet wurde das Symposium mit einem Begrüßungswort von Per Kleist, dem Ständigen Vertreter des Landesbranddirektors.
Bundesweiter Austausch zu modernen Feuerwehrstandorten
Ein weiterer Schwerpunkt war das Baufachtreffen der deutschen Feuerwehren, das in diesem Jahr von der Berliner Feuerwehr ausgerichtet wurde. Den Staffelstab für das bundesweite Netzwerktreffen hatte die Berliner Feuerwehr von der Feuerwehr Köln übernommen, die im vergangenen Jahr Gastgeberin gewesen war.
Zwei Tage lang tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter der Bauabteilungen verschiedener Feuerwehren aus dem gesamten Bundesgebiet über die Planung und Entwicklung von Feuerwehrhäusern, aktuelle Anforderungen an Standorte sowie zukünftige Baukonzepte aus. Neben Fachvorträgen stand insbesondere eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Wie sieht die Feuerwache von morgen aus?
In Workshops wurden aktuelle Trends und Herausforderungen analysiert, Erfahrungen ausgetauscht und mögliche Lösungsansätze gemeinsam weiterentwickelt. Dabei ging es unter anderem darum, wie moderne Feuerwachen flexibel auf veränderte Anforderungen reagieren können und welche Bedeutung Funktionalität, Resilienz und zukunftsfähige Gebäudestrukturen bei der Planung haben.
Damit der Austausch nicht ausschließlich in der Theorie stattfand, führte das Baufachtreffen die Teilnehmenden auch an unterschiedliche Standorte der Berliner Feuerwehr.
Besucht wurden die Freiwillige Feuerwehr Frohnau mit einem für Berlin charakteristischen Typenbau in größerer Ausführung sowie die Feuerwache Charlottenburg-Nord, eine jüngst generalinstandgesetzte Berufsfeuerwache.
Die unterschiedlichen Gebäudestrukturen und Baukonzepte konnten so unmittelbar vor Ort betrachtet und miteinander verglichen werden. Die Besichtigungen boten zahlreiche Anknüpfungspunkte für den weiteren fachlichen Austausch und zeigten zugleich, wie vielfältig die Anforderungen an moderne Feuerwehrstandorte sein können. Damit verbindet sich der Erfahrungsschatz aus 175 Jahren Berliner Feuerwehr mit neuen Ideen und Technologien für die kommenden Jahrzehnte.
Zum Abschluss des Baufachtreffens wurde schließlich auch die Tradition des bundesweiten Netzwerks fortgeführt: Nach Köln und Berlin geht der Staffelstab weiter nach Dortmund. Mit der Übergabe der „Goldenen Drehleiter“ an die Feuerwehr Dortmund steht damit bereits die nächste Gastgeberin des Baufachtreffens fest.
Das Treffen in Berlin hat gezeigt, wie wertvoll der bundesweite Austausch über moderne Feuerwehrstandorte ist. Unterschiedliche Erfahrungen, innovative Ansätze und gemeinsame Herausforderungen liefern wichtige Impulse für eine zentrale Aufgabe: Feuerwachen zu schaffen, die den Einsatzkräften heute optimale Arbeitsbedingungen bieten und zugleich bereit für die Anforderungen von morgen sind.











