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Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienst Akademie (BFRA)

Fast ein halbes Jahrhundert fand die gesamte Aus- und Fortbildung der Berliner Feuerwehr im Bereich der Brandbekämpfung, der Technischen Hilfeleistung und des Rettungsdienstes am Standort in Berlin-Heiligensee statt. Nunmehr ist ein Teil des Ausbildungszentrums nach Berlin Tegel gezogen. 

Die wichtigste Ressource einer leistungsstarken und zukunftsorientierten Berliner Feuerwehr sind ihre Mitarbeitenden. Um die Sicherheit in einer stetig wachsenden Stadt zu gewährleisten, ist es eine der wichtigsten Aufgabe, Nachwuchskräfte im ausreichenden Maße zu gewinnen und auszubilden. Hierfür wurde mit dem Start der Ausbildungsoffensive ein erster Meilenstein gesetzt. Die steigende Anzahl an Nachwuchskräften erfordert aber auch adäquate Ausbildungsmöglichkeiten. Es galt daher, die vorhandenen Kapazitäten zu erweitern und den Bedürfnissen anzupassen.

Gemeinsam mit dem Senator für Inneres und Sport, Herr Andreas Geisel, besichtigte Herr Dr. Karsten Homrighausen, Landesbranddirektor, den neuen Standort auf dem Campus TopTegel. Durch die Unterstützung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport konnten hier zusätzliche Unterrichtsräume angemietet werden. Darüber hinaus entstand ein Simulationszentrum, in dem die Patientenversorgung für die gesamte Rettungskette, vom Einsatzort bis zur Übergabe im Krankenhaus, praktisch geschult wird. Insgesamt 13 Simulationsräume mit zwei Wohnräumen, einem Pflegezimmer, zwei Rettungswagen-Modulen und einem Schockraum stehen hierbei für die realitätsgetreue Ausbildung zur Verfügung. Die Simulation erfolgt sowohl mit Hi-Fidelity Simulatoren, als auch mit Patientendarstellerinnen und -darstellern. Mit diesen Möglichkeiten lassen sich die verschiedensten Notfallsituationen abbilden. Mit den bestehenden Möglichkeiten werden die Übungen begleitet und im Nachgang gemeinsam mit den Auszubildenden ausgewertet.

Zudem erhielt die BFRA auf Initiative der Senatsverwaltung 424 Notebooks, um den Unterricht multimedial aufbereiten und somit auch die Digitalisierung vorantreiben zu können. Und sie dienen den Nachwuchskräften als Unterrichtsausstattung, um flexibel am Lehrbetrieb teilnehmen zu können.

„Bei der Feuerwehr zu arbeiten ist für viele Menschen ein Traum. Im vergangenen Jahr haben knapp 300 Nachwuchskräfte den Weg zur Berliner Feuerwehr gefunden. Das unterstreicht das große Interesse an einer Ausbildung bei Deutschlands größter Berufsfeuerwehr. Gute Einsatzkräfte müssen auch gut ausgebildet werden. Die notwendigen Rahmenbedingungen dafür haben wir geschaffen. Zum Beispiel mit TopTegel. Moderne Ausbildungsmöglichkeiten stehen hier den Nachwuchskräften zur Verfügung. Das ist gut für die Berliner Feuerwehr und damit gut für unsere Sicherheit“, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel bei seinem Besuch.

Herr Dr. Homrighausen betonte: „Wir müssen uns stets aufeinander verlassen können, wenn in angespannten Situationen alles von uns abverlangt wird. Eine gute Ausbildung bietet hierfür die Basis aber auch die Sicherheit, den Menschen in Not professionelle Hilfe leisten zu können.  Mit den neuen Möglichkeiten, die uns der Standort TopTegel bietet, erweitern wir neben unserer personellen Kapazität auch das Spektrum der Ausbildungsvielfalt. Wir sind dankbar für die Unterstützung der Senatsverwaltung und die sehr guten Rahmenbedingungen, die uns hier ermöglicht wurden.“

Die Räumlichkeiten am Standort TopTegel bieten beste Voraussetzungen für unsere zukünftigen Nachwuchskräfte. Im Jahr 2022 werden sich 369 Nachwuchskräfte in der Ausbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter befinden. 2023 sollen es dann bereits 502 sein.  

 

Bilder: Senatsverwaltung für Inneres und Sport (Bild 1 & 2), Berliner Feuerwehr (Bild 3)

Innensenator Andreas Geisel und Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen begutachten die neuen Planspielplatten.
Herr Geisel testet das virtuelle Übungsprogramm im Bereich der Führungslehre.
Herr Dr. Homrighausen erläutert eines der beiden Rettungswagen-Module.