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Festgefahrene Feuerwehrfahrzeuge

Straße: Am Alten Flugplatz

Ortsteil: Karlshorst

Um 14:16 Uhr wurde die Berliner Feuerwehr zu einem Brand in einem leerstehenden eingeschossigen Gebäude auf einem ehemaligen Bahngelände alarmiert. Eine genaue Ortsangabe gab es nicht, so dass unser tatsächlicher Einsatzort von den alarmierten Einsatzkräften lokalisiert werden musste. Bei dem infrage kommenden Geländeteil im Bereich der Straße Am Alten Flugplatz handelt es sich überwiegend um sogenanntes Brachland.

Aufgrund der ungenauen Adresse musste die Einsatzstelle zunächst gesucht werden, was auf Grund der Größe des abzusuchenden Areals mit den vor Ort befindlichen Einsatzfahrzeugen realisiert wurde. Die örtliche Geländesituation war zwar von losem Untergrund geprägt, jedoch schätzten die Einsatzkräfte diesen als befahrbar ein. Zwischenzeitlich verschlechterte sich die Geländesituation, was jedoch so nicht ersichtlich war, weshalb die Fahrzeuge zunächst weiterfuhren, um die Einsatzstelle zu suchen. Bei der Suche fuhren sich insgesamt 4 Feuerwehrfahrzeuge fast zeitgleich fest. Erste Freifahrversuche scheiterten, da der lose Sanduntergrund nur ein weiteres Einsinken forcierte.

Der Einsatzort konnte dennoch zügig aufgefunden werden. Dort brannten Teile eines Daches auf etwa 1,5 qm Fläche. Es musste eine Löschwasserversorgung über eine längere Wegstrecke aufgebaut. Sowohl für die Brandbekämpfung, als auch für die Bergung der festgefahrenen Fahrzeuge wurden weitere Einsatzmittel und -kräfte nachalarmiert. Der Brand konnte mit einem C-Rohr gelöscht werden. Um 15:45 Uhr haben wir die Einsatzstelle an die Bundespolizei übergeben.

Nach Abschluss der Löschmaßnahmen hatten wir Zeit, uns um unsere festgefahrenen Einsatzfahrzeuge zu kümmern. Bei der Bergung unterstützte sowohl der Technische Dienst mit speziellen Fahrzeugen und Geräten, als auch ein allradbetriebenes TLF der Freiwilligen Feuerwehr. Die Bergungsmaßnahmen der im Sand eingesunkenen Einsatzfahrzeuge gestalteten sich zunehmend schwierig. Ein LHF, die DLK sowie der ELW konnten mit der Seilwinde vom RW3 geborgen werden, was teilweise unter Nutzung einer sogenannten losen Rolle geschah. Ein weiteres LHF war am stärksten betroffen und musste durch einen Radlader mit Unterstützung einer Forstwinde geborgen werden. Große Teile des Untergrundes mussten dafür mit Holzbohlen gesichert werden, um ein erneutes Einsinken zu verhindern. Notwendige Gegebenheiten mussten nahezu vor jedem einzelnen Bergungsschritt mit Sandschaufeln geschaffen werden. Die mittlerweile eintretende Dunkelheit erschwerte die Arbeiten zusätzlich.

Mit vereinten Kräften, speziellem Equipment und einer Menge Geduld konnten wir alle Einsatzfahrzeuge unbeschadet aus der misslichen Situation befreien. Gegen 23 Uhr waren alle Einsatzfahrzeuge und Einsatzkräfte wieder zurück auf ihren Standorten.

An der Einsatzstelle waren für die Brandbekämpfung und Bergung insgesamt 41 Einsatzkräfte tätig.

Eingesetzte Fahrzeuge für den ursprünglichen Brandeinsatz:
3 LHF, 1 DLK, 1 TLF, 1 RTW, 1 ELW-C, 1 Sonderfahrzeug

Davon Festgefahrene Fahrzeuge:
2 LHF, 1 DLK, 1 ELW-C

Eingesetzte Fahrzeuge für die Bergung:
2 RW3, 1 Fw-Anhänger Tieflader, 1 Radlader, 1 AB Rüst-Einsturz

Anwesend waren: Polizei Berlin, Bundespolizei, Bahnmanager

Bildmaterial: Berliner Feuerwehr

(mw)

Loser Untergrund
Festgefahrenes LHF
Mit vereinten Kräften schafft man alles
Festgefahrenes LHF
Festgefahrenes LHF
Festgefahrenes LHF
Löschwasserversorgung durch ein LHF der FF
Löschwasserversorgung über lange Wegstrecke
Löschwasserversorgung über ein gesperrtes Bahngleis
Loser Untergrund
Unterbaumaterial zur Stabilisierung
Radlader im Einsatz