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Großbrand in Köpenick

Straße: Wendenschloßstraße

Ortsteil: Köpenick

Am frühen Sonntagmorgen wurden Kräfte zunächst zu einem Brand in einem Abrissgebäude nach Köpenick alarmiert. Hier brannte Abfall im Erdgeschoss des Gebäudes, welcher von den Kräften schnell gelöscht werden konnte. Kurz darauf brannte es nur wenige Hundert Meter entfernt auf dem Gelände eines Sportvereines. Auch hier konnten die Kräfte den Brand eines Unterstandes und Containers mit Sportgeräten und Motorgeräten schnell unter Kontrolle bringen. Noch während dieser Löschmaßnahmen wurde ein Brand an einem Lokal, welches sich ebenfalls auf dem Sportgelände befand, festgestellt. 

Es handelte sich bei dem Lokal um ein ca. 600 m² großes eingeschossiges Gebäude in Holzbauweise. Es kam hier zu einer so rasanten Brandausbreitung auf das gesamte Lokal, dass die Kräfte in schneller Folge auf das Stichwort Brand 8 erhöhten und dementsprechend weitere Kräfte alarmiert wurden. In unmittelbarer Nähe zu dem Lokal befanden sich weitere Holzgebäude und auf dem Gelände eines Blockheizkraftwerkes ein ca. 400 m³ fassender Heizöltank. Durch einen umfassend und schnell vorgetragenen Löschangriff von mehreren Seiten gelang es den Kräften von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude und den Tank zu verhindern. Die Wärmestrahlung war zwischenzeitlich so stark, dass Bäume neben dem Brandobjekt stark in Mittleidenschaft gezogen wurden, sowie Teile in der Nähe parkender Pkw und Müllcontainer zu schmelzen begannen.

Die Brandbekämpfung an dem Lokal erfolgte mit 6 C-Rohren unter Verwendung von 28 Pressluftatmern. Durch eine Drohne mit Wärmebildkamera konnte sich die Einsatzleitung einen Überblick aus der Luft verschaffen. Die Kräfte konnten während der Brandbekämpfung noch 9 Druckgasbehälter in Sicherheit bringen, welche dann teilweise mit einem C-Rohr gekühlt wurden. Personen befanden sich nicht in Gefahr. 

Die Wendenschloßstraße musste während der feuerwehrtechnischen Maßnahmen für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt werden. Davon betroffen war auch der Tramverkehr. Aufgrund der starken Rauchentwicklung kam es im Umfeld der Einsatzstelle zu Geruchsbelästigungen der Anwohnenden. 

Zur Sicherung des Grundschutzes der Bevölkerung wurden 4 Freiwillige Feuerwehren in den Dienst gerufen. Neben Kräften der Berufsfeuerwehr waren umfangreiche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Köpenick und den angrenzenden Bezirken an den Löscharbeiten beteiligt. Des Weiteren wurden beide LHF der Lehrfeuerwachen an der Einsatzstelle eingesetzt.

Das Medieninteresse an der Einsatzstelle war sehr groß und Medienvertretende wurden vor Ort durch den Pressedienst der Feuerwehr betreut und über den Einsatzhergang informiert.

Die Einsatzstelle war um 9 Uhr unter Kontrolle, die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten jedoch noch bis in die Mittagsstunden an. Anschließend wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. 

Eingesetzt wurden: 10 LHF, 1 LF, 4 TLF, 3 DLK, 1 RTW, 13 Sonderfahrzeuge, 6 Führungsdienste und der Pressedienst. 

Anwesend waren: Polizei, Kriminalpolizei, Vereinsvorstand und Pächter des Geländes, Verkehrsbetriebe, Energieversorgungsbetriebe und Medienvertretende.

Bilder: Berliner Feuerwehr

(dp)  
 

Überblick über die Gesamteinsatzstelle
Löscharbeiten
Trupp unter Atemschutz bei Löscharbeiten
Löscharbeiten
Eingang zum Brandobjekt
Nachlöscharbeiten
In Mitleidenschaft gezogene Bäume
Ein 400 m³ Heizöltank in unmittelbarer Nähe konnte geschützt werden.
LHF an der Einsatzstelle
Ausgebrannter Geräteschuppen und Container auf dem Sportgelände
Durch Wärmestrahlung geschmolzene Müllcontainer
In Mitleidenschaft gezogener geparkter Pkw in ca. 10 Metern Entfernung zum Brandobjekt.
Medieninteresse an der Einsatzstelle