Wortbildmarke Berlin

Berliner Feuerwehr rettet Knoblauchkröten

Nach einem Amtshilfeersuchen des Bezirksamtes Lichtenberg rückte die Berliner Feuerwehr im Rahmen einer Übung für Auszubildende der Lehrfeuerwachen 1 und 2 (Suarez und Wedding) aus. Grund war der dramatisch gesunkene Wasserpegel im Annenpuhl und in der Neuen Priesterkute. Die Laichballen der streng geschützten Knoblauchkröten drohten als Folge zu vertrocknen.

Im Rahmen der Übung stellten zwei Löschhilfeleistungsfahrzeuge (LHF) sowie ein Schlauchwagen (SW) die Wasserversorgung über lange Wegstrecken mittels rund 600 Meter Schlauchleitung sicher, um die beiden betroffenen Tümpel mit je ca. 10.000 Liter Frischwasser aufzufüllen. Der Pegel beider Tümpel in dem als Biotop ausgewiesenen Gebiet konnte um die erforderlichen 20-30cm angehoben und somit die Metamorphose der geschützten Amphibien sichergestellt werden.

Der für Umwelt- und Naturschutz zuständige Bezirksstadtrat, Martin Schaefer (CDU) äußerte sich wie folgt: „Die Wasserbiotope des Annenpfuhls und der Neue Priesterkute führen nur wenig Wasser und wären in den nächsten Wochen oder gar nur Tagen trockengefallen. Die Auffüllung mit Tankwagen war aufgrund des Geländes nicht möglich. Auch befindet sich kein Wasseranschluss in der Nähe. Solche Einsätze dienen als Erfahrungswerte im Falle eines Waldbrandes und stellen deshalb eine gute Übung für die Berliner Feuerwehr dar. Bereits zwei Tage später sind die Kaulquappen geschlüpft. Dank der Feuerwehr ist der Wasserbedarf für die Laichsaison nun gesichert.“

Die Berliner Feuerwehr hat hier gerne geholfen und wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Lichtenberg.

Bilder: Berliner Feuerwehr

(jk)

Vorbereitung des Schlauchmaterials und der Pumpe
Löschhilfefahrzeuge (LHF) der Lehrrettungswache (LFW)
Annenpfuhl vor der Auffüllung
Schlauchwagen (SW) 2000 der Freiwilligen Feuerwehr
500-700 Meter Wasserversorgung über lange Wegstrecken
10.000 Liter Frischwasser gelangen in die zwei Tümpel
Der Einsatz von Schlauchbrücken, um den Verkehr nicht zu beeinträchtigen