Vom 16. bis 18. September 2026 kamen Pressesprechende deutscher Berufsfeuerwehren in Berlin zu ihrem jährlichen Netzwerktreffen zusammen. Anlässlich des 175-jährigen Bestehens der Berliner Feuerwehr übernahm in diesem Jahr die Berliner Feuerwehr die Gastgeberrolle und bot den Teilnehmenden drei Tage lang Raum für fachlichen Austausch, aktuelle Fragestellungen und neue Impulse für die Kommunikation von morgen.
Professionelle Kommunikation ist längst ein fester Bestandteil moderner Feuerwehrarbeit. Besonders in Einsatzlagen steigen die Anforderungen kontinuierlich: Informationen verbreiten sich innerhalb kürzester Zeit, Bilder und Videos von Einsatzstellen werden unmittelbar in sozialen Netzwerken veröffentlicht und Diskussionen entwickeln sich nahezu in Echtzeit. Gleichzeitig können unbestätigte Meldungen und Fehlinformationen die öffentliche Wahrnehmung einer Lage erheblich beeinflussen.
Vor diesem Hintergrund bot das diesjährige Netzwerktreffen Raum, Erfahrungen auszutauschen, Entwicklungen einzuordnen und gemeinsam über zeitgemäße Strategien für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Feuerwehren zu diskutieren.
Kommunikation zwischen Einsatzrealität und digitalem Wandel
Das dreitägige Programm griff ein breites Spektrum aktueller Kommunikationsthemen auf. Dazu gehörten unter anderem die kommunikative Begleitung des 175-jährigen Bestehens der Berliner Feuerwehr sowie die Frage, wie weit Information und Einordnung in der behördlichen Pressearbeit reichen können.
Weitere Schwerpunkte bildeten die interne Kommunikation und ihre Bedeutung innerhalb großer Organisationen, der Einfluss sogenannter „Feuerfluencer“ auf das öffentliche Bild von Feuerwehren sowie die Krisenkommunikation bei Großschadenslagen.
Auch die zunehmende Dynamik sozialer Netzwerke spielte eine zentrale Rolle. Unter dem Stichwort „Social-Media-Crowd-Management“ wurde unter anderem betrachtet, wie Behörden mit einer großen Zahl an Reaktionen, Diskussionen und unterschiedlichen Informationsständen umgehen können.
Austausch über Organisationsgrenzen hinweg
Neben Fachvorträgen und Diskussionen stand insbesondere der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Denn viele Herausforderungen der Kommunikation ähneln sich unabhängig von der jeweiligen Feuerwehr oder Stadt. Umso wertvoller ist es, voneinander zu lernen, Erfahrungen weiterzugeben und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.
Ein belastbares Netzwerk ermöglicht dabei auch über das jährliche Treffen hinaus kurze Abstimmungswege und einen kontinuierlichen fachlichen Austausch. Gerade in einer Kommunikationslandschaft, die sich stetig verändert, ist dieser Wissenstransfer von besonderer Bedeutung.
Nach drei intensiven Tagen endete das Netzwerktreffen mit zahlreichen neuen Impulsen, vertieften Kontakten und vielen Ansätzen für die weitere Arbeit.
Wir danken allen Referentinnen und Referenten sowie allen Teilnehmenden für ihre Beiträge, die offenen Diskussionen und den konstruktiven Austausch in Berlin.
















