INKA

Freiwillige Helfer im Fokus der Sicherheitsforschung

Das Projekt Inka beschäftigt sich mit der „professionellen Integration von freiwilligen Helfern in Krisenmanagement und Katastrophenschutz“. Die Berliner Feuerwehr beteiligt sich als Praxispartner und bringt die Belange der Freiwilligen Feuerwehrleute ein.

Ob extreme Wetterlagen, flächendeckende Stromausfälle oder Unfälle, bei Großschadenslagen sind Ehrenamtliche im Einsatz, um Schäden zu bekämpften und Menschen in Not zu helfen. Ihre Kräfteanzahl und vielfältigen Kompetenzen machen diese Helfer für das Bevölkerungsschutz-System in Deutschland unverzichtbar. Mit dem Blick auf das freiwillige Engagement will das Projekt INKA daran mitarbeiten, den Katastrophenschutz organisatorisch, institutionell und sozikulturell weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu gestalten.

Die Berliner Feuerwehr verfolgt im Projekt INKA unter anderem folgende Ziele: die Bereitschaft potenzieller Helfer zu stärken, sich längerfristig an die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zu binden, Freiwillige aus Gesellschaftsbereichen zu gewinnen, die bisher in der Helferschaft weniger repräsentiert sind und die Akzeptanz für ihre freiwillige Tätigkeit im Arbeitsumfeld der Ehrenamtlichen zu erhöhen.

Unter anderem untersucht die Berliner Feuerwehr dazu Anreiz-Systeme für freiwillige Helfer. Befragungen in Berlin und Brandenburg und die Ausarbeitung von Einsatzszenarien stellen sicher, dass die Feuerwehr-Rahmenbedingungen optimal berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird die Berliner Feuerwehr einen zielgerichteten Dialog mit Arbeitgebern in der Region anstoßen.

Am Ende des Projektes wird ein Gesamtkonzept stehen, das Handlungsempfehlungen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, für Arbeitgeber als auch für politische Entscheidungsträger enthält, um freiwillige Helfer besser in Krisenmanagement und Katastrophenschutz zu integrieren.

Zur Forschungsgruppe gehören neben der Berliner Feuerwehr Hilfsorganisationen, Forschungsinstitutionen und zivilgesellschaftliche Akteure. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Unterstützer, die zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise beitragen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Verbundprojekt INKA im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“. Die Projektlaufzeit begann im Oktober 2012 und beträgt drei Jahre.

Video: Das Forschungsprojekt INKA