Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz

Die Berliner Feuerwehr erfüllt Aufgaben im Vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz ausschließlich dort, wo es ihr durch Rechtsvorschriften übertragen ist.

Hauptschwerpunkt mit 85% ist die Beteiligung der Berliner Feuerwehr im Baugenehmigungsverfahren durch Prüfingenieure für Brandschutz. Auf Basis der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr werden Stellungnahmen zu Sonderbauten, Gebäuden der Gebäudeklasse 4 und 5, und Garagen mit einer Nutzfläche > 100 m² (BauO Bln § 67) insbesondere mit folgenden Schwerpunkten abgegeben:

  • Löschwasserversorgung und Einrichtungen zur Löschwasserförderung
  • Anlagen zur Rückhaltung kontaminierten Löschwassers bei Sonderbauten
  • die Zugänglichkeit der Grundstücke und baulichen Anlagen für die Feuerwehr
  • Anlagen, Einrichtungen und Geräte für die Brandbekämpfung
  • Anlagen und Einrichtungen für die Rauch- und Wärmefreihaltung bei Sonderbauten
  • Anlagen und Einrichtungen für die Brandmeldung zur Feuerwehr und für die Alarmierung im Gebäude – bei Sonderbauten
  • betriebliche Maßnahmen zur Brandverhütung und Brandbekämpfung

Weitere Aufgabenschwerpunkte sind die Beteiligung an Brandsicherheitsschauen durch die örtlichen Bauaufsichtsämter, die Abstimmung von Brandschutzordnungen und Feuerwehrplänen für öffentliche Gebäude nach Betriebsverordnung, sowie die Einrichtung von Brandsicherheitswachen in Versammlungsstätten.

Nach baurechtlichem Erfordernis oder auf Wunsch erfolgt die privatrechtliche Vertragsabwicklung zur Aufschaltung von BMA an die konzessionierte Empfangsanlage in der Leistelle der Feuerwehr.

Weiterhin werden Stellungnahmen im Rahmen des Störfall-, Gentechnik- und Strahlenschutzrechtes abgegeben.

Über die öffentlich – rechtlichen Aufgaben hinaus werden unter Beachtung unserer Möglichkeiten entgeltpflichtig objektbezogene Beratungen im vorbeugenden Brandschutz (Brandschau) und Beratungen von Fachplanern außerhalb des Baugenehmigungsverfahrens angeboten.